Aufstieg der SG Hessen/SpVgg. 

Auch nach der Feier steht das Klubhaus noch

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So wird gefeiert: Roman Prokopenko, der Spielertrainer der SG Hessen/SpVgg, gönnt sich einen Schluck aus dem Mega-Bierglas. 

Wehrda. Es gab ja diesen einen Satz, der am späten Samstagnachmittag in Wehrda immer wieder fiel. „Heute fangen wir schon mal an, das Clubhaus abzureißen.“

Auch Dominik Oelschläger, der die SG Hessen/SpVgg beim 2:1-Sieg in Wehrda in Führung geschossen hatte, gab ihn mit einem breiten Grinsen zum Besten, nachdem Meisterschaft und Aufstieg eingetütet waren. Er spielte damit auf die bevorstehenden Umbauten am Hessen-Stadion an.

Das 1:0 war Oelschlägers 17. Saisontreffer gewesen. Damit ist er bester Torschütze des Gruppenliga-Aufsteigers. Doch der Treffer aus der 38. Minute verfehlte irgendwie seine Wirkung. Die Hessen waren und blieben nervös. „Haunetal hat es uns nicht leicht gemacht, und wir mussten noch einmal alles investieren. Auch mein Führungstor hat uns leider keine Sicherheit gegeben“, bemerkte Oelschläger absolut richtig. Und so mussten die Hessen nicht nur mit dem Pausenpfiff durch Mansouri den Ausgleich hinnehmen, sondern auch in der zweiten Halbzeit noch einmal Gas geben. Denn Haunetal hatte sich trotz Personalproblemen vorgenommen, den Meister noch einmal zu kitzeln. Und das taten sie auch noch, nachdem Benny Augustin das umjubelte 2:1 für Hersfeld geglückt war.

Auch Allam ist zufrieden

„Die Hessen sind ein verdienter Meister. Aber wir haben es ihnen nicht leicht gemacht. Wir haben noch einmal maximal alles reingeworfen und können uns nichts vorwerfen lassen“, bilanzierte Haunetals Trainer Senouci Allam. Und ergänzte: „Für uns ist es ein ordentlicher Abschluss. Mit ein bisschen Glück hätten wir einen Punkt holen können, aber alles in allem geht das Ergebnis so in Ordnung.“

Hersfelds Spielertrainer Roman Prokopenko fielen nach dem Schlusspfiff nicht nur Steine, sondern gleich einige Felsbrocken vom Herzen. Nach dem ersten ausgelassenen Jubel ließ sich der 28-Jährige erst einmal auf dem Rasen nieder, blickte ins Leere und schüttelte einige Male ungläubig den Kopf.

„Ich war so nervös und habe nächtelang nicht geschlafen. Ich durfte das aber nicht auf die Jungs übertragen. Sie waren heute alle so nervös bis auf unseren Torwart Ivica Madzar. Denen ging allen der Stift“, verriet Prokopenko.

Dass nach zweijähriger Abwesenheit nun die Rückkehr in die Gruppenliga geglückt war, machte den Mittelfeldstrategen stolz. „Mir hat anfangs keiner geglaubt, dass es auch ohne Geld geht. Und jetzt muss man mal sehen, welche Jungs hier mittlerweile für uns spielen“, sagte er strahlend. Während „diese Jungs“ in ihren blauen Meistershirts und bei den ersten Bierchen ausgelassen jubelten, blickte der Sportliche Leiter Markus Heide schon einmal voraus: „Es ist großartig. Wir sind wieder da, wo wir hingehören. Aber für die nächste Saison müssen wir unsere Hausaufgaben machen“, meinte er.

Cojocaru kommt (wohl)

Dazu gehört auch die Verpflichtung von Aulatals Angreifer Bogdan Cojocaru, die wohl kurz bevorsteht. Auch Steinbachs Markus Schaub soll wohl ein Kandidat sein. Interesse besteht laut Heide auch an den bisherigen Asbachern Adrian Kutschke (Sorga/Kathus) und Alin Zaha (Ausbach/Friedewald).

Sie fragen sich vielleicht, ob das Klubhaus am Hessen-Stadion noch steht? „Ich habe einige Videos gesehen. Das Letzte kam am Sonntagabend. Aber die Jungs sind es ja gewohnt zu feiern“, verrät Markus Heide lachend.

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