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Nachspielzeit: Abschiede, Anfänge und Anstöße

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In dieser Wochenend-Kolumne geht es um das Ende einer Ära und einen Neubeginn.

Neun Jahre in einer Mannschaft – so eine Zeit geht nicht spurlos an einem vorüber. Auch nicht bei einem kampferprobten Handballer wie Lars Matthiessen.Vor dem ersten Landesliga-Heimspiel des TV Hersfeld wurde der Rückraumschütze von der Mannschaft verabschiedet. Über die Collage mit zahlreichen Fotos, die ihn mit seinen Hersfelder Mannschaftskollegen zeigen, hat er sich sehr gefreut. Sicherlich werden die Bilder einen Ehrenplatz an der Wohnzimmerwand bekommen. Schließlich sind es Erinner- ungen an erfolgreiche Zeiten mit guten Freunden. Teamsport schweißt zusammen.

Der Anfang ist gemacht: Der TSV Oberhaun, ein Verein, in dem früher Handballer groß geworden sind, hat seine erste große Breitensportveranstaltung hinter sich – den Hessenberglauf. 107 Läufer wollten sich die Premiere nicht entgehen lassen – sie wurden nicht enttäuscht. Die Oberhauner – allen voran Reiner Fohr, selbst aktiver Nordic-Walker, sowie Bernd Eidam aus dem Vorstand haben sich bei der Strecke, die leicht abschüssig durch den Wald geht und gut zu bewältigen ist, und der Versorgung der Sporlter alle Mühe gegeben, die durch den Zuspruch belohnt worden ist. Einer Wiederholung sollte nichts im Wege stehen.

Alte, verkrustete Strukturen, Funktionäre, die laut dem Nachrichtenmagazin Spiegel hohe Aufwandsentschädigungen einstreichen, unsinnige Auf- und Abstiegsbestimmungen sowie Regelungen, bei denen keiner mehr durchblickt – der Deutsche Fußballbund stolperte zuletzt von einer hausgemachten Führungskrise in die nächste. An der Basis rumort es – jetzt weht ihm ein kräftiger Wind um die Nase.Vergangenes Jahr hat sich mit der „Confederation of Football“ (COF) ein neuer Verband gegründet, dessen Anliegen es ist, sich vor allem um die Amateure – und um die Jugend zu kümmern. Einheitliche Regeln, eine neue Passverwaltung und das Schiedsrichterwesen sind die ersten Punkte, die angestoßen werden sollen. Der DFB reagiert bislang störrisch: Anstatt sich selbst um Neuerungen zu bemühen, werden die Vereine gewarnt, sich mit dem neuen Verband einzulassen. Weitere Konflikte sind so vorprogrammiert.

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