4500 Fans sahen Schweden-Spiel am Hessenplatz

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Wird in der kommenden Woche abgerissen: Das Sportlerheim der SG Hessen Hersfeld wird komplett neu gebaut. Nur die Tribüne soll bleiben.   

Bad Hersfeld. Das altehrwürdige Sportlerheim im Stadion der Sportgemeinde Hessen Hersfeld An der Oberau wird in der kommenden Woche abgerissen und komplett saniert.

Ein Meilenstein in der 108-jährigen Geschichte des Hersfelder Fußballvereins. Nachfolgend ein paar Zahlen.

1 Sprecherkabine gibt es über dem Sportlereingang des Hessenstadions. Über Jahrzehnte hinweg war Rolf Malachowski, später auch Vorsitzender der SG Hessen, der Platzsprecher.

1,80 Meter hoch stand das Wasser in der Gaststätte des Hessen-Stadions beim Jahrhundert-Hochwasser im Februar 1995. „Da war damals ein Toto-Lotto-Schild. Das war komplett im Wasser verschwunden“, erzählt Malachowski.

2 Jugendländerspiele mit deutscher Beteiligung hat das Hessenstadion bisher gesehen. 1984 bezwang die A-Jugend unter Trainer Horst Köppel Schweden mit 5:1. Vierfacher Torschütze war Marcel Witeczek. 2002 schlug die deutsche U19-Auswahl mit Trainer Horst Hrubesch an der Spitze San Marino mit 10:0.

3 Sportplätze gibt es im Hessenstadion. Zum einen der A-Platz vor der Hauptribüne, zum anderen der B-Platz, der auch am Hessentag genutzt werden soll. Der dritte Platz ist das mit Kunststoff überzogene Kleinfeld, das zuletzt nur als Parkplatz zur Verfügung stand.

4 Eingänge hatte das Hessenstadion. Einer zur Fulda - also zum Fischereiverein - hin, der aber schon längst geschlossen worden ist sowie zwei Eingänge unterhalb der Kleingartenanlage. Letztmalig waren diese beiden Eingänge beim Relegationsspiel im vergangenen Jahr gegen Oberzell geöffnet. Und viertens die Einfahrt zwischen den Kleingärten.

6 Sitzreihen stehen auf der Tribüne den Zuschauern zur Verfügung. Die Tribüne ist aber durch den Sportlereingang geteilt. Die Tribüne ist das einzige Teil des Gebäudes, das nach dem Abriss erhalten bleibt und in den Neubau integriert werden soll.

14 Stützstreben halten das Dach über der Tribüne. Es sind Holzstreben.

40 Jahre alt ist das Sportlerheim, das jetzt abgerissen werden soll. Es wurde im Sommer 1978 bei den Stadtmeisterschaften eröffnet. „Ich weiß noch genau, es hat damals füchterlich geregnet“, sagt Malachowski.

500 Sitzplätze stehen auf der überdachten Tribüne zur Verfügung. Mit dieser Anzahl ist die Tribüne im Hessenstadion die größte im Landkreis.

632 Quadratmeter soll das neue Funktionsgebäude umfassen, das das alte ersetzt. Es wird damit ein Stück größer als das alte.

1300 Mitglieder zählte der Verein im Jubiläumsjahr 1985, in dem die erste Mannschaft zum zweiten Mal in die Hessenliga aufgestiegen war. Das Jubiläum wurde im Festzelt am B-Platz an zwei Wochenenden zelebriert. Höhepunkte waren unter anderem ein Fußballspiel gegen eine Landesligaauwahl, die Stadtmeisterschaften sowie ein Rockonzert mit „Hot Goblin“ 4500 Zuschauer sahen das A-Jugendländerspiel Deutschland - Schweden in 1984. 4000 waren es 2002 beim Länderspiel gegen San Marino. Damals spielten unter anderem Schweinsteiger, Rensing und Odonkor.

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