27. Reserve-Cup: Spaß, Stimmung, Spektakel

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 Daumen nach oben: Turnierleiter Andreas Bittorf.

Am Freitagabend beginnt in der Sporthalle in Ransbach der 27. Reserve-Cup im Hallenfußball.

Wir sprachen mit Andreas Bittorf, dem Turnierleiter des TSV Ransbach. Er äußert sich darüber, wie beschwerlich es ist, noch möglichst lange mit 40 Teams zu planen, zur unvergleichlichen Stimmung beim Wettbewerb und dem Spektakel am Eröffnungsabend.

Die SG Gudegrund/Konnefeld und auch die SG Ober-/Untergeis haben abgesagt. Hat der Veranstalter Ersatz gefunden?

Zumindest die letzte Absage kam sehr kurzfristig. Das ist für mich einige Tage vor dem Start sehr bescheiden. Es ist wichtig, dass sich der Spielplan in seinem bewährten Modus nicht verschiebt.

Seit Jahren nehmen 40 Mannschaften am ReserveCup teil. Wie lange ist das noch möglich?

Man merkt schon, dass es jedes Jahr schwieriger wird. Weil ich mit der Einladung per E-Mail ganz schlechte Erfahrungen gemacht habe, habe ich es jetzt ganz anders gemacht: Ich habe alle Betreuer persönlich angerufen.

Gibt es einen Kern an festen Vereinen bei dieser Teilnehmerzahl?

Wir haben einen Stamm von 25 Vereinen, auf die man sich verlassen kann. Aber der Rest zieht sich und ist zäh wie Kaugummi. Aber wir haben es wieder geschafft, trotz des Rückgangs an Mannschaften in unserer Region, 40 Teams zusammen zu bekommen. Wir können stolz darauf sein. In die Karten spielt uns natürlich, dass es sonst kein Angebot für Reserven gibt. Ganz besonders freue ich mich, dass wir mit FT Fulda ein Team begrüßen, das erstmals am ReserveCup teilnimmt.

Man hat das Gefühl, dass man sich von Jahr zu Jahr mehr darauf freut, dass es endlich los geht in Ransbach. Geht es Ihnen auch so?

Anton Kolep, Thorsten Burghardt oder Thomas Köhler legten den Grundstein für den Erfolg des ReserveCups – und von Jahr zu Jahr ist es besser geworden. Viele Vereine bringen etliche Zuschauer mit. Und für einen Wettbewerb der Reserven nehmen es die Teilnehmer sehr ernst. Jeder kämpft um jeden Ball. Als Organisator ist das schön zu sehen.

Was macht den ReserveCup so besonders, was macht seine Anziehungskraft aus?

Was soll ich sagen? Das Feedback ist immer wieder positiv. Das sieht man bei vielen Vereinen – wenn zum Beispiel Burghaun mit einem 50-Mann-Bus anreist. Der ReserveCup nimmt seinen Lauf. Jedes Jahr kann man aufs Neue sagen: Er ist zum Selbstläufer geworden. Der ReserveCup ist Jahr für Jahr ein Treffen alter Bekannter.

Es gibt einige Vereine, die zusätzlich eine Mannschaft stellen. Um wen handelt es sich?

Sorga/Kathus, Hattenbach, Eiterfeld/Leimbach und Hohenroda. Ich war heilfroh, dass ich dieses Mal wieder einige Mannschaften doppelt anschreiben durfte. Diese Teams sind altbekannte Gesichter des ReserveCups. Beim Hattenbacher SV spielen ja viele, die früher in Niederaula aktiv waren.

Welche Mannschaften tragen zur außergewöhnlichen Stimmung bei?

Da muss ich die SG Sorga/Kathus an erster Stelle nennen. Auch der SV Burghaun, jetzt Burghaun/Gruben, oder der FSV Mernes, der samstags per Bus kommt, gehören dazu. Nicht zu vergessen der VfL Philippsthal, der quasi ein Aushängeschild des ReserveCups ist. Und der VfL Heimboldshausen hat immer viele Zuschauer mitgebracht.

Im vergangenen Jahr siegte die SG Aulatal, die den Abonnements-Teilnehmer Hülsa im Endspiel 4:2 niederrang. Beide treffen bereits am Freitagabend aufeinander. Ein besonderer Reiz?

Ja natürlich, wobei der Freitagabend für mich sowieso seinen speziellen Reiz hat. Der Termin ist bei vielen Mannschaften beliebt, und es gibt zwei „Kracher-Gruppen“. Und wenn dann noch Dominic Rehbein neben mir sitzt in der Regie und tolle Musik einspielt...

Noch gelang es in fast drei Jahrzehnten keiner Mannschaft, ihren Titel zu verteidigen. Haben Sie eine Erklärung?

Nein. Aber dass es so ist, macht ja den ReserveCup aus. Überraschungen sind immer möglich. Es kann alles passieren.

Der ReserveCup, der zu einer Veranstaltung mit Kult-Charakter geworden ist, ist organisatorisch nur mit der Hilfe Vieler zu schultern – oder?

Ja klar. An der Arbeit beteiligt sich der gesamte Verein. Viele vom TSV Ransbach müssen mithelfen, um das Programm an zwei Wochenenden zu bewältigen.

Vielleicht hätte ich Bürgermeister Andre Stenda fragen sollen - aber was bedeutet der ReserveCup für die Gemeinde Hohenroda?

Er ist sicher zu einer Art Aushängeschild für Hohenroda geworden. Für die Gemeinde trägt er eine ganze Menge Positives in sich. Das ist auch dem Bürgermeister bewusst. Apropos Andre Stenda: Der nimmt mit seinem Heimatverein, der SG Diemeltal, in diesem Jahr zum zweiten Mal teil.

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