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22:27 – TG Rotenburg hält tapfer mit Großenlüder mit

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Rotenburgs Michelle Horn (Mitte), Handball, TG Rotenburg gegen HSG Großenlüder/Hainzell
Kein Durchkommen: Rotenburgs Michelle Horn versucht sich hier gegen zwei Spielerinnen der Gäste, die ihren Angriff unter anderem durch einen Griff an den Wurfarm unterbinden. © Stefan Kost-Siepl

Im letzten Ligaheimspiel dieser Saison vor der Relegationsrunde unterlag die TG Rotenburg dem Favoriten HSG Großenlüder/Hainzell zwar mit 22:27 (11:13), hielt aber lange Zeit das Spiel offen und konnte die hohe 19:33-Niederlage aus dem Hinspiel weitgehend vergessen machen.

Rotenburg – Die Rotenburgerinnen kamen konzentriert und spielstark in die Partie. Die Gäste, die sich im gesamten Spiel ungewöhnlich viele Ballverluste erlaubten, hatten zunächst Probleme mit der robusten TGR-Deckung. So verwunderte es nicht, dass der Spielstand bis zur 13. Minute 6:6 lautete. Obwohl die HSG im Angriff flexibler agierte, konnte sie sich erst in der 23. Minute mit 11:9 absetzen. Die TGR hatte selbst dazu beigetragen, weil sie drei völlig freie Würfe nicht verwandeln konnte (32.). Trotzdem kam sie aber durch Tore von Luca Mäusgeier (9:10) und Marina Denk (10:12) sowie Michelle Horn (11:12) wieder heran und musste nur noch den 13. Gegentreffer zum Pausenstand einstecken.

Anfangs der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst nichts am knappen Spielstand. Die Rotenburgerinnen leisteten es sich allerdings, drei hochkarätige Chancen in Serie zu vergeben. Danach sorgten die Gäste mit zwei Tempogegenstößen für einen 16:13-Vorsprung (37.).

Nach zwei Dritteln der Spieldauer ließ die Konzentration beim Team von Trainer Sebastian Jaschinski dann nach. In zehn Minuten verbuchte es nur drei Torerfolge. Zwischen der 40. und 42. Minute blieb sogar eine doppelte Überzahl ungenutzt.

Fortan wuchs der Rückstand auf 16:20 (45.) und 18:24 (52.). Gegen ein offensiv so starkes Team wie die Gäste war das nur schwer aufzuholen, zumal einige Spielzüge der HSG Großenlüder/Hainzell für die TGR-Deckung einfach zu schnell waren und das nicht immer gute Rückzugsverhalten der HSG in die Karten spielte. Dennoch vergaben die TGR-Frauen durch zwei Lattentreffer noch eine schnelle Resultatsverbesserung. Oftmals scheiterten sie aber auch an der hervorragenden HSG-Torfrau Carolin Kreulich, der 15 Paraden gelangen.

Resümiert man dieses Spiel, so kann die TG mit erhobenen Hauptes zum entscheidenden Spiel bei der SV Reichensachsen reisen. Nach ihrem Hinspielerfolg wäre ein doppelter Punktgewinn wichtig, um mit 4:0 Punkten in die Abstiegsrelegation zu gehen. Trainer Sebastian Jaschinski resümierte: „Mit mehr Konzentration hätten wir mehr erreichen können. Wir haben gut mitgespielt aber unsere Chancen nicht verwertet. Mit unserer Deckung war ich zufrieden. Nur die Durchbruch-Tore am Kreis haben mich gestört.“

TGR: Weidemann - Horn (4), Denk (4), Hollstein, Mäusgeier (3), Groth, Stiefel (9/2). Pippert (1), Dickhaut, Niebuhr (1), Deringer

Von Burghard Hauptmann

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