13. Kristallmarathon: Abenteuer unter Tage

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Szene aus dem letzten Jahr: Mit Fahrrad-Helmen hetzen die Läufer unter Tage durch die salzig-trockene Luft dem Ziel entgegen. 

Merkers - Am Sonntag ist es wieder soweit: Im Erlebnisbergwerk in Merkers wird zum 13. Mal der Kristallmarathon gestartet. 

Die Rennen über zehn Kilometer (Start 10 Uhr), 21 und 42 Kilometer (Start 11 Uhr) in Merkers zählen mittlerweile zu den weltweit begehrtesten Abenteuerläufen.

Läuferinnen und Läufer aus allen Bundesländern sowie aus 15 europäischen Staaten und aus den USA werden 500 Meter unter der Erdoberfläche im Streckenlabyrinth der ehemals größten Kaligrube der Welt am einzigartigen Lauf-Erlebnis teilnehmen. Viele sind „Wiederholungstäter“. Suchen die Herausforderung, mit Kopfleuchte in salzig-trockener Luft durch die räumliche Enge eines dunklen Bergwerks gegen Kontrahenten oder einfach nur gegen den eigenen inneren Schweinehund zu laufen, jährlich aufs Neue.

Die Seilfahrt im engen Förderkorb, die rasante Fahrt auf den flachen Mannschaftstransportern zum mehreren Kilometer entfernten riesigen Gewölbe des ehemaligen Rohsalz-Großbunkers, in welchem sich der Start-Zielbereich befindet, löst bei den Sportlern und Betreuern schon vor dem Start den ersten Adrenalinstoß aus. Um das Ausloten der eigenen Leistungsgrenze oder den ersten Test vor der Laufsaison geht es dabei für die meisten Starter. Für einige aber auch um die attraktiven Siegerpokale.

Ein heißer Anwärter auf die begehrte Trophäe ist Felix Mayerhöfer. Der Regensburger will versuchen, seinen eigenen Marathon-Streckenrekord von 2:44:44 Stunden aus dem Jahr 2017 zu knacken. Zu seinen schärfsten Konkurrenten gehören der Österreicher Hannes Kranixfeld, der den langen Kanten ebenfalls schon gewann, und der Vorjahreszweite, Triathlet Kai Malzahn aus dem Haselgrund. Sehr starker Konkurrenz wird sich 10-Kilometer-Seriensieger Dominik Koch vom Gastgeberverein, dem Triathlonverein Barchfeld, auf der 10-Kilometer-Distanz erwehren müssen. Seinen Rekord von 34:12 Minuten kann der junge Henrik Jensen aus Hünfeld, Sieger 2017 und 2018, nämlich ebenso angreifen wie die Nachwuchs-Triathleten Maximilian Kaiser und Paul Weber vom TV Barchfeld und der erfahrene Läufer Jan Heymel aus Fambach. Oder Carmen Seitz-Adam aus Wehrshausen. Freuen auf die heiß begehrten Finisher-Medaillen in Form einer historischen Fahrmarke (persönliche Kenn-Nummer der Bergmänner) und bester Betreuung durch die Organisatoren und emsigen Helfer dürfen sich indes alle Teilnehmer aus aller Herren-Länder.

Zuschauer an dem Untertage-Spektakel können Tickets unter www.erlebnisbergwerk.de erwerben. ghe

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