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Wo die Huskies nicht spitze sind

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Solche Rangeleien, wie hier zwischen Alec Ahlroth (links) und Weißwassers Sebastian Zauner, sind keine Seltenheit.
Solche Rangeleien, wie hier zwischen Alec Ahlroth (links) und Weißwassers Sebastian Zauner, sind keine Seltenheit. © Dieter Schachtschneider

Sie thronen weit über allen anderen. Sie haben mit Abstand die meisten Punkte in der DEL 2, die meisten Tore geschossen, die wenigsten kassiert. Aber trotzdem sind die Kassel Huskies nicht in allen Statistiken spitze.

Kassel – Ein paar Werte, bei denen der nordhessische Eishockey-Klub noch zulegen kann.

Die Strafzeiten

Klar, hier geht es vielmehr ums Verhindern. Denn die Huskies sind wie schon in der Vorsaison statistisch das unfairste Team der Liga. 438 Strafminuten haben sie bislang kassiert, nur Selb hat eine Minute mehr, dafür haben die Huskies aber auch ein Spiel weniger bestritten. 11,23 Strafminuten pro Partie sind der höchste Wert der Liga. Dabei sind gar nicht mal die üblichen Zwei-Minuten-Strafen das Problem. Davon haben die Huskies erst 139 kassiert – die fünftwenigsten. Aber ihnen wurden halt auch schon 16 Fünf-Minuten-Strafen aufgebrummt, für Prügeleien oder härtere Fouls. Die zweitmeisten dieser großen Strafen haben Landshut und Heilbronn mit gerade mal sieben. In den Playoffs könnte das Vermeiden von Strafzeiten wichtig werden – auch wenn die Huskies bereits neun Tore in eigener Unterzahl geschossen haben.

Die Zuschauerzahlen

Die Huskies haben zuhause von 20 Spielen nur drei verloren, trotzdem sind sie mit durchschnittlich 2965 Zuschauern pro Heimspiel „nur“ das drittbestbesuchte Team hinter DEL-Absteiger Krefeld (3528 pro Spiel) und Aufsteiger Regensburg (3234). In der letzten Vor-Corona-Saison 2019/20 waren bei den 26 Heimspielen durchschnittlich 3430 Fans in der Eissporthalle. Die Gründe für die geringeren Besucherzahlen sind mit Inflation, gestiegenen Eintrittspreisen, Sorge vor Corona und teils unglücklich terminierten Partien vielzählig und verständlich. Am schwächsten besucht waren die zwei Dienstagspartien gegen Teams aus der unteren Tabellenregion, Weißwasser (1897) und Heilbronn (1869).

Die Topscorer

Das ist zugleich Kritik und Lob. Seit 2016 (damals Jamie MacQueen) gab es keinen Kasseler mehr unter den Top-Ten der besten DEL-2-Scorer. Auch dieses Jahr finden sich mit Tristan Keck und Max Faber die beiden Besten erst auf Rang 16. Doch das macht zugleich auch die Stärke der Huskies aus. Während andere Teams von einzelnen Spielern abhängig sind, ist bei den Huskies das starke Kollektiv Trumpf. Und vielleicht können Keck und Faber in der Rangliste ja noch ein wenig klettern.

Die Huskies-Fans sorgen für gute Stimmung, könnten aber noch zahlreicher erscheinen.
Die Huskies-Fans sorgen für gute Stimmung, könnten aber noch zahlreicher erscheinen. © Dieter Schachtschneider

Die Plus-Minus-Statistik

Das ist nicht ganz ernst gemeint. Denn unter den zwölf Besten befindet sich neben elf Kasselern nur ein Kaufbeurer (Simon Schütz, +21). Ansonsten ist die Statistik, die für Feldspieler die Differenz an Toren und Gegentoren angibt, während ein Akteur auf dem Eis steht, fest in Huskies-Hand. Platz eins belegt Faber (+32), es folgen Jamie Arniel und Lois Spitzner (beide +24), Denis Shevyrin (+22), Stephan Tramm (+20), Tim McGauley, Joel Keussen und Steven Seigo (alle +19), sowie Keck, Jake Weidner und Alec Ahlroth (+17). (Björn Friedrichs)

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