DEL2 berät über Austragung der Playoffs

DEL2-Chef Rudorisch: „Wir wollen den Meister ausspielen“

Derek Dinger von den Kassel Huskies (links) gegen Pierre Preto von den Heilbronner Falken.
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Duell der Viertelfinal-Gegner: Husky Derek Dinger (links) gegen den Heilbronner Pierre Preto.

Am Donnerstagabend wurde die DEL2-Hauptrunde abgebrochen, am Freitag begann deshalb für die Kassel Huskies die Vorbereitung auf die Playoffs. Wann und wie die beginnen, wird noch diskutiert.

Kassel – Dem Tag danach gibt die Routine Struktur. Zumindest bei den Kassel Huskies, die am Vormittag mit einer Trainingseinheit die Vorbereitung auf die Playoffs in der zweiten deutschen Eishockey-Liga fortgesetzt haben. Nach dem am Donnerstagabend beschlossenen Abbruch der Hauptrunde geht es für sie am 20. April mit dem Viertelfinal-Heimspiel gegen die Heilbronner Falken weiter.

Die allerdings befinden sich nach mehreren Coronafällen bis 17. April in Quarantäne. Gespielt wird die Serie Best of Five auf drei Siege. Zumindest ist das Stand der Dinge am Freitagabend. Änderungen aber liegen zu diesem Zeitpunkt in der Luft. Denn am Vormittag hatte die nächste Gesprächsrunde begonnen. Diesmal mit den acht Playoff-Kandidaten. Thema: Ablauf der K.o.-Runde.

Coronafälle bei vier Vereinen

Schließlich sei es nach bestätigten Coronafällen bei nunmehr vier Klubs – Heilbronn, Bietigheim, Bad Nauheim und Crimmitschau – das Ziel, „saubere und ordentliche Playoffs abzubilden. Das sind wir den Klubs und dem Wettbewerb schuldig. Weil es in diesem Jahr für uns auch den lang ersehnten Aufstieg in die DEL geben kann. An dem Ziel wollen wir festhalten, trotz Corona und der widrigen Bedingungen. Wir wollen den Meister ausspielen und die Playoffs nicht absagen“, erklärte Liga-Chef René Rudorisch in einer am Mittag veröffentlichten ausführlichen Stellungnahme.

Gesundheitsschutz der Spieler, das Konzept, der Rahmenterminplan – das waren die Diskussionspunkte. Kassel, Frankfurt und Bietigheim haben erklärt, aufsteigen zu wollen. Dazu sind sechs Playoff-Siege und der Meistertitel nötig.

Das sind die Viertelfinals

Die offizielle Abschlusstabelle der Hauptrunde hat die DEL2 auf Grundlage der Quotientenregel gebildet. Für die Playoff-Viertelfinals ergeben sich daraus folgende Paarungen: Die Huskies als Hauptrundenmeister empfangen den Achten, die Heilbronner Falken.

Der Zweite Bad Tölz trifft auf die siebtplatzierten Ravensburger, die drittplatzierten Freiburger bekommen es mit dem ESV Kaufbeuren zu tun. Und im vierten Duell wird bereits ein Team scheitern, das neben den Huskies Ambitionen hat, in die DEL aufzusteigen: Die Bietigheim Steelers genießen zunächst Heimrecht gegen die Löwen Frankfurt.

Allerdings beginnt das Kräftemessen mit ungleichen Voraussetzungen. Nach Auskunft des Landratsamts Ludwigsburg sind bei der PCR-Testung vier Steelers positiv getestet worden, berichtet die Bietigheimer Zeitung. Die gesamte Mannschaft befindet sich nun bis 17. April in Quarantäne – danach müssen die infizierten Spieler noch einen speziellen Gesundheitscheck durchlaufen, bevor sie in die Playoffs starten. Gleiches gilt für die Heilbronner.

Das sagen die Huskies

„Mir tut es wirklich leid für die betroffenen Mannschaften“, sagt Kapitän Denis Shevyrin. „Sie müssen jetzt mit einer Situation umgehen, die normalerweise nicht in die Eishockey-Playoffs gehört.“ Klar, dass sich die Gedanken aber auch schon ums Sportliche drehen. „Heilbronn ist eine schnelle Mannschaft, die einen starken Endspurt hingelegt hat, technisch sehr versiert und gefährlich im Powerplay ist.“

Zur Erinnerung: Die drei Duelle (das vierte hätte gestern Abend stattgefunden) waren knappe Kisten: Zweimal gewannen die Huskies (4:3 und 4:3 nach Penaltyschießen), einmal Heilbronn (4:2).

„Wir geben Vollgas und hatten sehr gute Trainingstage als Mannschaft“, sagt Derek Dinger. „Wir haben in der vergangenen Woche intensiv trainiert, fast wie in der Vorbereitung. Spielzüge, Kleinfeld, kämpferische Einheiten, dazu an der Ausdauer gearbeitet“, erklärt Shevyrin.

Noch dazu hätten auch die verletzten Spieler nun ein wenig mehr Zeit und Ruhe, um fit zu werden. Für die wichtigste Zeit, die bald beginnt. Denn, so ergänzt der Kapitän: „Playoffs sind die geilste Zeit des Jahres. Trotz allem.“

Von Michaela Streuff

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