Beste Saisonleistung gegen Nauheim

Huskies: „Wir werden immer stärker“

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Der Mann des Abend in Aktion: Sven Valenti (rechts im Zweikampf mit Daniel Oppolzer) erzielte zwei Tore – und das, obwohl er zwölf Minuten auf der Strafbank verbrachte.

Kassel. Es ist ein liebgewonnener Brauch in Kassels Eishalle, dass die Fans der Huskies auf ihre Art den Mann des Abends benennen. Wenn die Spieler nach einem Sieg zur Ehrenrunde zurück auf das Eis kommen, dann schallt ihnen irgendwann vom Heuboden der Name desjenigen entgegen, der mit La Ola beginnen soll.

Diesmal fiel die Wahl auf Sven Valenti. Kein Wunder: Beim 5:1-Sieg gegen Bad Nauheim hatte der Verteidiger zwei Treffer beigesteuert.

„Wir haben ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Und sehr verdient gewonnen“, freute sich Valenti über einen Derby-Sieg, der auch seinen Trainer ringsherum zufriedenstellte. „Eine komplett überragende Leistung“, lobte Uli Egen seine Spieler schon fast euphorisch. Besonders beeindruckte ihn der Umgang des Teams mit allen Widrigkeiten. „Die vielen Zeitstrafen waren eine Katastrophe. Dazu noch die zehn Minuten gegen Valenti, das hat Kraft gekostet. Trotzdem waren wir im letzten Drittel viel fitter als Nauheim.“

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Valenti selbst, der die zehn Minuten kassierte, weil er nach einer strittigen Zweiminutenstrafe reklamierte, ärgert sich über sich selbst: „Das war dumm. Da muss ich den Mund halten.“ Er machte das mit den wichtigen Treffern zum 1:1 und 4:1 aber mehr als wett. Manuel Klinge und Artjom Kostyrev mit ebenfalls zwei Treffern machten den Triumph perfekt.

Wichtiger noch als die Freude darüber, dass die Huskies in einem Derby endlich mehr als zwei Treffer erzielten, war die Leistung der Gastgeber in der Defensive. „Wir waren von Beginn an gefordert, haben defensiv aber das beste Spiel der Saison gemacht“, befand Valenti. Egen wollte da nicht widersprechen. Ohnehin predigt der Coach ja seit Saisonbeginn, dass sein Team trotz allem Offensivdrang vor allem am Abwehrverhalten arbeiten müsse. „Wir trainieren das ununterbrochen. Und das zahlt sich aus“, sagt Egen.

Das größte Lob des Abends aber erhielten die Huskies von dem Mann, der ihnen den Rücken freihält. Torhüter Benjamin Finkenrath war begeistert von seinen Vorderleuten: „Ich musste ja kaum eingreifen“, sagt er, „das war schon am Freitag in Duisburg so. Da habe ich phasenweise richtig gefroren.“ Sehr diszipliniert, top vorbereitet, die Angreifer stets vorbildlich in die Abwehrarbeit eingebunden - so charakterisiert er die Arbeit, die die Mitspieler vor seinem Tor leisten. Und mit Blick auf die stark aufrüstende Konkurrenz sagt er: „Anders als die anderen brauchen wir nicht unbedingt Verstärkungen. Wir werden auch so immer stärker.“ Seine eigene gewohnt sichere Leistung krönte der Torhüter, als er im Schlussdrittel dem heranstürmenden Gäste-Angreifer Daniel Oppolzer mit der Kelle den Puck vom Schläger spitzelte.

So war das Derby für die Huskies ein rundum gelungener Abend. „Wenn man 5:1 gegen Nauheim gewinnt, dann muss man gut sein“, sagt Egen. Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Höchstens: Das nächste Derby am Freitag beim neuen Spitzenreiter Frankfurt kann kommen.

Bilder des Spiels

Kassel Huskies spielen gegen Bad Nauheim

Von Frank Ziemke

Quelle: HNA

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