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Christ, Dinger und weitere Spieler sollen bei den Huskies aushelfen

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Von: Pascal Spindler

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Könnten noch einmal das Huskies-Trikot überziehen: Michi Christ (links) steht bereits für die Huskies gegen Landshut zur Verfügung, Derek Dinger frühestens Donnerstag gegen Bad Nauheim.
Könnten noch einmal das Huskies-Trikot überziehen: Michi Christ (links) steht bereits für die Huskies gegen Landshut zur Verfügung, Derek Dinger frühestens Donnerstag gegen Bad Nauheim. © Andreas Fischer

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen – und liefern mitunter riesige Überraschungen. So auch bei den Kassel Huskies. Dort stehen Michi Christ und Derek Dinger ab sofort wieder im Kader des Eishockey-Zweitligisten.

Kassel - Christ und Dinger kehren nach ihrem Karriereende im Sommer aushilfsweise zurück in die Mannschaft von Trainer Tim Kehler. Bisher spielten die nur noch bei den Kassel 89ers in der Hessenliga. Mit Timon Langnese und Lasse Bödefeld hat der Klub weitere Spieler der 89ers lizenziert, Maksim Minaychev und Julius Kranz stoßen aus der Huskies-Jugend zum Team hinzu.

Vor allem die Personalien Christ und Dinger überraschen: Laufen die Kasseler Eishockey-Ikonen also bald wieder gemeinsam im Huskies-Trikot auf? Möglich ist es. Grund dafür sind die anhaltenden Corona-Sorgen des Klubs sowie der angepasste DEL-2-Spielplan, der für die Huskies bis zum Ende der Hauptrunde Spiele im Zwei-Tage-Rhythmus bereithält. Weil der Klub die Saison unbedingt so weit wie möglich sportlich zu Ende bringen will, saßen die Verantwortlichen am Wochenende zusammen, grübelten über schnelle Unterstützung für die durch Corona dezimierten Huskies. Der Entschluss: Insgesamt sechs Spieler der Kassel 89ers und der Eishockey-Jugend werden lizenziert, darunter auch Christ und Dinger.

Sie wurden von den Kassel Huskies lizenziert: (hinten von links) Timon Langnese, Michi Christ, Lasse Bödefeld sowie (vorne von links) Julius Kranz und Maksim Minaychev.
Sie wurden von den Kassel Huskies lizenziert: (hinten von links) Timon Langnese, Michi Christ, Lasse Bödefeld sowie (vorne von links) Julius Kranz und Maksim Minaychev. © Sascha Schardt/Kassel Huskies

„Klar kommt das überraschend, aber es gab zuletzt so viele Spielabsagen, deshalb musste jetzt dringend eine Lösung her“, sagt Christ. Seit dem Karriereende im Sommer sei er natürlich nicht mehr so fit wie zuvor. Mehr, als einmal die Woche Sport zu treiben, sei in den vergangenen Monaten nicht möglich gewesen. „Deshalb habe ich nach den Gesprächen auch direkt gesagt, dass ich sofort ins Training einsteigen und mit der Profi-Mannschaft aufs Eis muss“, erklärt Christ und lacht. Bereits beim Spiel gegen den EV Landshut am Dienstag (19.30 Uhr) soll Christ dabei sein.

Die Rolle ist klar: Er wird vor allem dann Spielzeit erhalten, wenn die etablierten Profis durchatmen müssen. „Ich werde mein Bestes geben. Aber es kommt jetzt doch in erster Linie darauf an, den anderen Spielern ein bisschen Luft zu verschaffen“, sagt der 32-Jährige.

Dinger wird gegen Landshut noch nicht dabei sein, wäre erst am Donnerstag für das Hessenderby gegen Bad Nauheim (19.30 Uhr) eine Option. „Wichtig ist, dass wir spielfähig sind. Wir werden sehen, wie sich das in Zukunft bewegt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir die ganze restliche Saison jedes Spiel dabei sind. Irgendwann kommen die Jungs ja aus der Isolation zurück. Vielleicht werden unsere Auftritte auch nur eine einmalige Sache“, sagt Dinger. Letztlich sei es eine Entscheidung der sportlich Verantwortlichen, wer zum Einsatz kommt.

Dinger und Christ, beide seit ihrem Karriereende weiter im Klub aktiv, stünden in jedem Fall bereit. „Nochmal für die Huskies aufs Eis zu gehen, wäre schon eine coole Geschichte“, sagt Dinger. Und Christ ergänzt: „Es ist skurril, aber klar helfen wir.“

Neu dabei: Lasse Bödefeld.
Neu dabei: Lasse Bödefeld. © Dieter Schachtschneider

Auch Langnese, Bödefeld, Minaychev und Kranz sind neu dabei. „Ich war total überrascht, als ich den Anruf erhalten habe, ob ich mir vorstellen könnte, bei den Huskies auszuhelfen“, sagt Langnese. „Aber positiv überrascht, ich freue mich total.“

Der 20 Jahre alte Stürmer spielt für die Kassel 89ers, ebenso wie der 23-Jährige Bödefeld, der in den vergangenen Jahren bereits DEL-2-Spiele für die Huskies absolvierte. „Tolle Sache, aber natürlich bin ich etwas aufgeregt“, gesteht er. Mit Florian Böhm und Patrick Berendt halfen zuletzt weitere 89ers im Huskies-Training aus. Der 19-Jährige Minaychev und der 17-Jährige Kranz, Bruder von Paul Kranz, spielen sonst in der Jugend, sind nun dabei.

Von Pascal Spindler

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