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Huskies-Neuzugang Tim McGauley im Interview: Topscorer? Darauf liegt nicht mein Fokus

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Von: Björn Friedrichs

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Hier noch im Trikot von Innsbruck: Huskies-Neuzugang Tim McGauley (rechts).
Hier noch im Trikot von Innsbruck: Huskies-Neuzugang Tim McGauley (rechts). © imago images/GEPA pictures

Huskies-Neuzugang Tim McGauley stammt aus einer großen Eishockey-Familie. Wir haben mit ihm gesprochen.

Kassel – Der Kanadier Tim McGauley besetzt die erste Kontingentstelle bei den Kassel Huskies. Der 26-Jährige war zuletzt in Innsbruck und Ingolstadt aktiv, nun hat er mit dem Eishockey-Zweitligisten große Pläne. Wie die aussehen, welche Rolle er spielen möchte und was es mit seiner eishockeyverrückten Familie auf sich hat, erzählt er im Interview.

Wie geht es Ihnen und wo erreichen wir Sie?

Mir geht es sehr gut, ich bin aktuell in meiner kanadischen Heimat. Das ist die kleine Stadt Nelson in der Provinz British Columbia.

Sie waren zuletzt in Ingolstadt, davor in Österreich, Norwegen und den USA. Wie kam es zum Wechsel nach Kassel?

Nach dem Saisonende kam ich aus Europa zurück nach Kanada. Mein Agent und ich haben dann mit unterschiedlichen Teams gesprochen. Die Gespräche mit den Verantwortlichen der Huskies waren super. Sie wollen genau wie ich aufsteigen und zurück in die DEL. Wir wollen beide gewinnen, das ist ein gutes Match.

Aber mal ehrlich: Kannten Sie Kassel, bevor Sie von den Huskies kontaktiert wurden?

(lacht) In Kanada ist Kassel wohl nicht allzu bekannt. Mir war es aber ein Begriff. Ich habe zum Beginn meiner Karriere mehrere Spielzeiten mit Jens Meilleur zusammengespielt, der daraufhin nach Kassel ging. Ich weiß zwar noch nicht viel über die Stadt, habe aber Leute kontaktiert, die mir gesagt haben, die Fans wären klasse und würden Eishockey lieben.

Und wann dürfen wir Sie in Kassel erwarten?

Ich werde sehr wahrscheinlich Anfang August nach Kassel kommen. Bis dahin bereite ich mich in Kanada vor. Der Vorteil hier ist, dass es das ganze Jahr über Eisflächen und somit Trainingsmöglichkeiten gibt.

Neben Meilleur haben Sie auch mit den Ex-Huskies Carter Proft, Nick Walters, Derek DeBlois und Austin Carroll zusammengespielt. Wen aus dem aktuellen Kader kennen Sie denn?

Persönlich kenne ich noch keinen von ihnen. Ich hatte noch keinen Kontakt zu meinen künftigen Mitspielern.

Sie sind also auch noch nicht Teil einer Whatsapp-Gruppe der Spieler?

(lacht) Nein, das muss noch etwas warten, bis ich exklusiven Eintritt in den Kreis des Teams bekomme. Ich freue mich aber schon auf die Zeit in Kassel.

Sucht man Sie im Internet, bekommt es schnell den Anschein, als kämen Sie aus einer eishockeybegeisterten Familie...

Ja, das stimmt. Ich habe vier Schwestern und drei Brüder, alle spielen Eishockey oder haben es mal gespielt – teils auch professionell. Eine meiner Schwestern spielt aktuell in Japan, auch einer meiner Brüder war dort schon aktiv. Wir sind eine große Hockey-Familie.

Sie waren mit Ausnahme der 17 Spiele für Ingolstadt bei Ihren letzten drei Stationen Topscorer des jeweiligen Teams. Ist das wieder Ihr Ziel?

Jeder Spieler will natürlich der Topscorer sein, aber darauf liegt nicht mein Fokus. Ich will ein guter Zwei-Wege-Center sein, außerdem ein angenehmer Mitspieler in meiner Reihe. Nur wenn man gut zusammenspielt, kann man auch Topscorer sein. Ich will aber auch gute Defensivarbeit verrichten und so auf eine ansehnliche Plus-Minus-Statistik kommen.

Zum Abschluss ganz ehrlich: Lieber ein Tor schießen oder eins vorbereiten?

(lacht) Na gut, da muss ich sagen: Tore schießen. Aber ich liebe auch gute Assists. Richtige Eishockeyspieler wissen immer, wer das Tor aufgelegt hat, aber das Gefühl eines geschossenes Tores ist schon etwas besonderes.

Zur Person: Tim McGauley

Tim McGauley (26) kommt aus Nelson (Kanada). Das Eishockeyspielen erlernte er in der Heimat, ehe es 2016 in die USA ging. Dort spielte er in der ECHL und AHL, 2020 folgte erstmals der Wechsel nach Europa. Hier spielte er in Norwegen und zuletzt in Österreich und Ingolstadt. 

Von Björn Friedrichs

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