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Jetzt offiziell: Torjäger Tristan Keck kommt zu den Kassel Huskies

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Von: Björn Friedrichs

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Torjäger Tristan Keck kommt aus Bad Nauheim zu den Kassel Huskies. Außerdem auf dem Foto: Lasse Bödefeld (links) und Torwart Jerry Kuhn.
Torjäger Tristan Keck kommt aus Bad Nauheim zu den Kassel Huskies. Außerdem auf dem Foto: Lasse Bödefeld (links) und Torwart Jerry Kuhn. © Fischer, Andreas

Lange hatte sich der Wechsel angedeutet, nun ist er perfekt: Die Kassel Huskies holen Tristan Keck von Ligakonkurrent Bad Nauheim.

Offene Vertragsfragen, Spekulationen um eine deutsche Staatsbürgerschaft, die möglicherweise schon erteilt ist, möglicherweise aber auch nicht? All das waren Punkte, die den Wechsel in den vergangenen Wochen umkreisten. Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs sagt: „Es gab keine Probleme. Wir haben normale Vertragsverhandlungen geführt und dann eine Vereinbarung getroffen.“ So kommt der 26 Jahre alte Stürmer nun nach Kassel.

Sportlich hat Keck vergangene Saison ausschließlich für positive Schlagzeilen gesorgt. Dabei war er zuvor die große Unbekannte beim EC Bad Nauheim: nur 1,73 Meter groß, erst ein Jahr in Europa und in diesem coronabedingt nur 14 Spiele in Großbritannien gespielt. Trotzdem riskierten die Roten Teufel 2021 eine Verpflichtung und wurde belohnt. 31 Tore und 14 Vorlagen steuerte er in 47 Hauptrundenspielen bei, in den Playoffs kamen vier Treffer und fünf Assists hinzu. Im Verbund mit Center Taylor Vause war Keck selten zu stoppen.

Gibbs: Haben keine Ablöse gezahlt

„Er hat in Bad Nauheim die Erwartungen erfüllt und sogar übertroffen“, sagt Gibbs und ergänzt: „Ich erwarte, dass er die Geschwindigkeit und Torgefahr auch in unser Team und ins Powerplay bringt. Da müssen wir uns verbessern.“ Keck habe jetzt Erfahrung in Europa sammeln und sich so an die größere Eisfläche gewöhnen können. „Er passt gut zu uns“, sagt Gibbs.

Dass der Kanadier bereits die deutsche Staatsbürgerschaft und damit einen gültigen Vertrag in Mittelhessen gehabt hätte, kann Gibbs nicht bestätigen: „Ich habe keinen Einblick in ihre Verhandlungen und Vertragssituationen. Keck kommt als Kanadier zu uns. Bekommt er einen deutschen Pass, wäre das natürlich eine sehr gute Sache. Die Staatsbürgerschaft ist beantragt und es sieht gut aus.“ Kecks Großvater lebte einst in Bremen, war von dort ausgewandert.

Eine Ablöse hätten die Huskies nicht bezahlt, auch juristisch erwarte man keine Probleme: „Es gibt keinen Grund, warum wir und Bad Nauheim uns vor Gericht sehen sollten. Die Verhandlungen sind abgeschlossen.“ Das bestätigte auch Bad Nauheims Pressesprecher Tim Matras gestern auf Anfrage: „Der Wechsel ist jetzt durch“.

Das Eishockeyspielen erlernte der Flügelstürmer in der kanadischen Heimat, wo er bis 2016 bei den Winkler Flyers in der College-Liga NCAA spielte. Von dort aus ging er an die Universität Nebraska-Omaha (USA) und spielte dort vier Jahre. 2020 folgte der Wechsel nach Großbritannien zu Coventry Blaze, wo ihm in besagten 14 Spielen gleich 15 Tore gelangen.

Keck vergrößert die Abteilung der Spieler, die vergangene Saison bei einem der hessischen Rivalen spielten, auf sechs. Nach Torwart Philipp Maurer ist er der zweite Ex-Nauheimer.

Von Björn Friedrichs

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