Minikader kassiert 1:7 in Crimmitschau

Huskies-Gegner in der Krise:  Bietigheim Steelers bangen um Platz eins

Trainer Kevin Gaudet

Kassel. Geht dem Top-Favoriten und ewigen Tabellenführer der DEL2 Bietigheim Steelers auf der Zielgeraden einmal mehr die Luft aus? „

Unsere Lage ist sehr schwierig. In zwei Wochen beginnen die Playoffs. Ich kann nur hoffen, dass wir bis dahin ein paar Spieler zurückbekommen“, sagte Trainer Kevin Gaudet am Dienstag. Nach dem 0:7 in Kaufbeuren hatten nur fünf Verteidiger und acht Stürmer des Eishockey-Zweitligisten auch im Nachholspiel in Crimmitschau mit 1:7 eine weitere Klatsche bezogen, die vierte Niederlage in Folge.

Eine Ursache dafür ist erneut ein großer peresoneller Aderlass bei den Württenbergern, wie er schon in der Vergangenheit mehrfach zutage trat, insbesondere 2016 im Meisterjahr der Kassel Huskies. Aus dem ohnehin wiederum kleinen und überalterten Steelers-Kader mit nicht weniger als 14 Spielern über 30 Jahren um die Oldies Auger (40) und Borzecki (39) fehlten gleich sieben: Weller und Zientek waren gesperrt; Schoofs, Steingroß, Prommersberger, Hauner und McNeely krank oder verletzt.

Nun geht im Steelers-Lager die Sorge um, dass an den letzten beiden Hauptrunden-Spieltagen doch noch der erste Tabellenplatz und damit der Heimvorteil in einer möglichen Finalserie verspielt wird. Nur vier der letzten zwölf Spiele wurden gewonnen, seit dem 21. Januar gab es nur zwei Dreier in Freiburg und Bad Tölz. Und ausgerechnet nun steht am Freitag das Endspiel um Rang eins an, wenn der aufstrebende, zweitplatzierte SC Riessersee in Bietigheim aufkreuzt.

Um sich dennoch als Hauptrundensieger in die Playoffs zu retten, machen die Steelers bei ihren Fans mobil: „Jetzt erst recht – mit Eurer Hilfe Platz eins verteidigen“ lautet das Motto für den Endspurt, in dem zum vierten Mal in Folge der inoffizielle Titel errungen werden soll. Als Sprungbrett zur Meisterschaft indes taugte diese Platzierung nur 2015 beim 4:2-Finaltriumph gegen Bremerhaven. Danach scheiterten die Steelers als Hauptrundenprimus in den Finalserien gegen Kassel (0:4 in 2016) und gegen Frankfurt (2:4 in 2016).

Quelle: HNA

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