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So haben die Kassel Huskies den Sieg gegen Frankfurt erlebt

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Hut ab: Torhüter Leon Hungerecker zeigte im Derby gegen Frankfurt eine fantastische Leistung und wurde nach dem Spiel von den Fans besonders gefeiert.
Hut ab: Torhüter Leon Hungerecker zeigte im Derby gegen Frankfurt eine fantastische Leistung und wurde nach dem Spiel von den Fans besonders gefeiert. © Andreas Fischer

Sie haben am Dienstagabend aufhorchen lassen: Die Kassel Huskies, die sich dank des 4:1 über  den Erzrivalen Frankfurt erneut Derbysieger nennen können. Das sagen die, die auf dem Eis ihren Teil dazu beigetragen haben.

Was das Besondere an einem Derby ist? Leon Hungerecker muss da nicht lange überlegen. „Wenn es losgeht, dann kribbelt es im ganzen Körper. Das ist viel stärker als in anderen Spielen“, sagt er. Der EishockeyTorhüter der Kassel Huskies durfte dieses Gefühl am Dienstag gleich zweimal genießen. Beim 4:1 gegen die Löwen Frankfurt war er ab dem zweiten Drittel der Turm in der Defensivschlacht gegen unermüdlich anrennende Südhessen.

Aber Hungerecker hielt. Er parierte Schuss um Schuss. Von rechts. Von links. Aus der Ferne. Aus der Nahdistanz. Hungerecker hielt den Sieg fest. Als die „Derbysieger, Derbysieger“-Rufe der Fans verklungen waren, die Mannschaft sich auf den Weg in die Kabine machte, da gehörte ihm deshalb die Eisfläche allein. Der Torhüter lief eine Ehrenrunde. Er stimmte eine Welle an. Und immer wieder schallte es ihm vom Heuboden fast isländisch entgegen: „Hu! Hu! Hungerecker, Hungerecker!“

Die Huskies haben sich aufgerichtet in diesem Derby. Auch dank ihres Torhüters. Aber längst nicht nur. „Das hat mir gefallen heute. Das hat viel mehr Spaß gemacht als zuletzt“, sagt Trainer Tim Kehler. Und: „Das erste Drittel war das beste, seit ich hier bin.“ Hier legten die Huskies den Grundstein. Richie Mueller, Sam Povorozniouk und Corey Trivino sorgten für ein 3:0, dem die Gäste vergeblich hinterherliefen.

Kassel Huskies: Spielplan für die Saison 2018/2019

Die deprimierenden Auftritte in den letzten zwei Wochen, die Suspendierung von Tyler Gron, die fast frostige Stimmung in der Halle – all das schien plötzlich ganz fern. „Wir haben uns am Abend vor dem Spiel als Mannschaft zusammengesetzt. Wir haben alles angesprochen. Uns war klar: Wenn wir so weitermachen, dann werden wir nicht mehr viel gewinnen. Wir Kasseler haben noch einmal betont, was dieses Derby bedeutet. Welche Chance es bietet. Wir alle wussten: Wir müssen mehr Gas geben“, sagt Kapitän Alex Heinrich.

Muellers 1:0 nach nur 69 Sekunden öffnete dann ein Ventil. So viel Bewegung war ewig nicht im Spiel der Huskies wie in diesem ersten Drittel. Und so viel Engagement war lange nicht in der Defensivarbeit, die dann nötig wurde. „Die Jungs haben vor mir geblockt. Sie haben dichtgemacht. Ich musste nur noch den Puck finden“, lobte Hungerecker.

Was bleibt, ist das Wissen, dass dies nur ein Anfang gewesen sein kann. „Ich frage mich schon das ganze Jahr, warum wir es nicht konstant besser hinbekommen. Wie viele Weckrufe es noch sein müssen“, sagt Heinrich. Und über Grons Suspendierung: „Natürlich ist das hart. Ich mag Tyler sehr. Aber das ist nun mal das Geschäft.“ Und es sei ja nun mal auch so: „Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt.“

Klar ist aber auch im Auf und Ab dieser Saison: Dieser Sieg ist erst einmal nicht mehr als eine Momentaufnahme. Der Wendepunkt hin zu mehr Konstanz muss es noch werden. Am Freitag herrscht wieder Derbyzeit. Bad Nauheim kommt. Es wird kribbeln. Nicht nur bei Leon Hungerecker.

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