Der neue Sportdirektor Fabian Dahlem im Interview über seine Pläne für die neuen Huskies

„Schritt für Schritt besser werden“

Kassel. Es wurde viel gemutmaßt in den vergangenen Wochen, was mit Fabian Dahlem wird. Beerbt er Stéphane Richer als Cheftrainer? Bleibt er Co-Trainer? Rückt er ins Management? Nun steht fest: Dahlem bekleidet in der kommenden Saison bei den Huskies das Amt des Sportdirektors. Wir sprachen mit dem 44-jährigen Rosenheimer.

Herr Dahlem, vom Co-Trainer unter Umgehung des Cheftrainer-Postens direkt zum Sportdirektor - wie gefällt Ihnen diese Karriere-Wende?

Dahlem: Vor meiner Zeit in Kassel bin ich ja schon als Cheftrainer tätig gewesen. Und zusammen mit Stéphane Richer habe ich mir den Posten des Sportdirektors in den vergangenen Jahren geteilt. So ist das gar nicht groß etwas Neues für mich.

Wie nervenaufreibend waren die vergangenen Wochen der Ungewissheit?

Dahlem: Seit dem ersten Treffen mit Dennis Rossing hatte ich das gute Gefühl, dass hier nichts den Bach runtergeht. Nervenaufreibend waren die vielen Gespräche. Wichtig war uns vor allem die Verlängerung mit Manuel Klinge. Dass das geklappt hat, ist ein Riesending und ein Signal an andere Spieler, die bleiben oder kommen sollen.

Seit wann stand Ihre Beförderung fest? Dahlem: Das hat sich nach und nach herauskristallisiert. Ich denke, es ist eine gute Entscheidung, nicht Cheftrainer zu werden. Auf dem Posten brauchen wir frischen Wind.

Sie haben in den letzten Wochen bereits viele Gespräche geführt. Gibt es neben der Verlängerung mit Manuel Klinge weitere Ergebnisse?

Dahlem: Nein. Wir reden derzeit mit vielen Spielern. Mit welchen, die hier sind, und mit welchen, die kommen sollen. Natürlich würden wir unsere erste Reihe mit Damon, Sleigher, Soares gerne behalten. Aber ich gehe davon aus, dass nicht jeder zu halten sein wird.

Wird sich das Gesicht der Mannschaft ändern? Ist ein großer Umbruch zu erwarten?

Dahlem: Wir stehen auf dem letzten Tabellenplatz. Es muss sich also einiges ändern. Einige Spieler haben die Erwartungen nicht erfüllt. Sie haben aber noch zehn Spiele Zeit, sich aufzudrängen. Fest steht: Wir müssen schneller, giftiger und größer werden.

Trotz Manuel Klinge also kein Kasseler Modell mehr?

Dahlem: Am Ende werden wir daran gemessen, ob wir gewinnen oder verlieren. Wir planen die Zukunft, um Schritt für Schritt besser zu werden. Das ist entscheidend. Der Kasseler Nachwuchs soll aber weiter kräftig gefördert werden.

Können Sie schon etwas zum zukünftigen Trainer sagen?

Dahlem: Einen Namen jedenfalls nicht. Aber es muss jemand sein, der noch frisch und unverbraucht ist. Er sollte große Ziele haben und Begeisterung verbreiten können.

Zuletzt fiel häufig der Name Doug Mason.

Dahlem: Es darf gerne spekuliert werden. Aber ich sage Ihnen: Sie werden im Dunklen stochern. Es gibt einen Kandidaten, der sein Konzept vortragen wird. Er wird für die kanadische Linie stehen und die großartige Arbeit von Stéphane Richer fortsetzen.

Und wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen?

Dahlem: Ich denke, in den nächsten vier Wochen. Der neue Trainer soll die Zusammensetzung der Mannschaft schließlich mitplanen.

Von Frank Ziemke

Quelle: HNA

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