Verteidiger verletzt sich im Training am Sprunggelenk

Zwölf Wochen Zwangspause: Saison-Aus für Husky Heinrich

Ein Bild, das es in dieser Saison nicht mehr geben wird: Alex Heinrich schwingt sich während eines Heimspiels über die Bande. Foto: Schachtschneider

Kassel. Es ist eine bittere Nachricht für die Kassel Huskies: Sie müssen den Rest der DEL2-Saison ohne ihren derzeit besten Verteidiger Alex Heinrich bestreiten.

Der 29-Jährige hat sich im Training am Montagabend eine Fraktur des Sprunggelenks zugezogen und wurde bereits am Dienstag operiert. Zwölf Wochen dauert die Zwangspause, die ihn und sein Team zur Unzeit trifft. Schließlich stehen nur noch 14 Partien in der Hauptrunde auf dem Programm, bevor die Playoffs beginnen.

Heinrich selbst ist am Tag der Operation im Krankenhaus nicht zu erreichen. Deshalb schildern andere die verhängnisvolle Situation. „Er hat sich in den letzten fünf Minuten unserer Einheit ohne Fremdeinwirkung verletzt. Er ist mit dem Schlittschuh hängengeblieben und hat sich dabei den Fuß verdreht“, erklärt Huskies-Trainer Rico Rossi. „Das trifft nicht nur ihn, sondern auch uns. Jeder weiß, was Heini für unsere Mannschaft bedeutet.“

Nicht nur menschlich als Führungsspieler im Team. Auch statistisch gesehen schmerzt der Ausfall. Heinrich ist aktuell der gefährlichste Verteidiger mit 23 Punkten (zehn Tore, 13 Vorlagen) aus 38 Spielen. In der teaminternen Scorerliste belegt er damit Rang sechs.

Mit zuletzt drei Siegen hatten die Huskies wieder in die Erfolgsspur gefunden. „Die Verletzung wird uns jetzt nicht wieder völlig rausbringen“, kündigt Kapitän Manuel Klinge an. „Natürlich ist es bitter. Alex ist eine Säule in der Verteidigung und nur schwer zu ersetzen. Er wird uns fehlen, auch in Über- und Unterzahl. Wir haben in der Kabine nach dem Training darüber gesprochen. Aber es nutzt jetzt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagt Klinge, der den Blick nun voraus richtet. „Es ist ein Zeichen an den Rest der Mannschaft. Jetzt muss jeder ein paar Prozent mehr geben, um seinen Ausfall zu kompensieren.“

Sieben gesunde Verteidiger 

Und: „Wir haben immer gesagt, wir haben Tiefe im Kader, sind ein starkes Kollektiv und nicht von einem Spieler abhängig“, betont Rossi. Da auch für Dorian Saeftel die Saison wegen einer Handverletzung bereits beendet ist, stehen nun noch sieben gesunde Verteidiger im Kader: Kevin Maginot, Marco Müller, Corey Mapes, Mathias Müller, Steve Hanusch sowie die beiden Kontingentspieler Drew MacKenzie (USA) und Esa Lehikoinen (Finnland). Ausgeschlossen ist auch nicht, dass die Huskies womöglich personell noch einmal nachlegen. Bis zum 31. Januar läuft die Transferperiode. Verteidiger mit einem deutschen Pass, noch dazu von Heinrichs Klasse allerdings, die sind kaum auf dem Markt. Rossi sagt: „Wir halten die Augen offen. Aber sein Talent können wir nicht eins zu eins ersetzen.“

Die Gedanken der Huskies sind bei Heinrich. „Ich werde ihn auf jeden Fall im Krankenhaus besuchen“, kündigt Klinge an. „Wir werden ihn aufbauen.“

Quelle: HNA

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