Pokalduell: Kämpfende Huskies verlieren 4:5

+

Kassel. Es war ein furioser Kampf und ein Gala-Auftritt von Manuel Klinge - doch am Ende blieb er unbelohnt. In einem mitreißenden Pokalspiel unterlag Eishockey-Oberligst Kassel Huskies dem Zweitligisten Bremerhaven unglücklich mit 4:5 (1:1, 0:0, 3:4).

Der Außenseiter, dessen Kapitän Klinge drei Tore erzielte, durfte sich jedoch trösten: Dieser Auftritt war beste Werbung für die in zwei Wochen beginnende Saison. Die Huskies begannen furios, von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen. Sicher, sie machten auch Fehler wie die Fehlpässe von Niels Hilgenberg oder Torhüter Martin Fous. Die Gastgeber aber dominierten. Sie hatten eigene Chancen. Und sie erzielten das erste Tor. Manuel Klinge hatte von rechts abgezogen, Gäste-Torhüter Marko Suvelo ließ abprallen, im zweiten Versuch war Michael Christ zu Stelle. Das 1:0 in der 8. Minute, es machte die Gastgeber noch selbstsicher.

Pokalduell: Huskies gegen Pinguine

Weitere Möglichkeiten für Jiri Mikesz und Christ waren die Folge. Der Zweitligist benötigte einige Zeit, um sich freizuspielen. Trotzdem kam er bald zum Ausgleich. Nach Kevin Saurettes Einzelaktion (14.) herrschte kurz Verwirrung, ob der Treffer gegeben würde. Schiedsrichter Krawinkel entschied aber, dass der Puck die Linie überquert hatte. So ausgeglichen das erste Drittel war, so einseitig wurde das zweite. Plötzlich zogen die Pinguine das Tempo an. Allein - ein Treffer gelang den Gästen nicht. Denn da stand ja Martin Fous im Kasten.

Kassels Torhüter war nun bärenstark. Allein in den ersten drei Minuten entschärfte er vier, fünf beste Chancen. In der 27. Minute folgte die nächste große Szene, als Fous erst gegen Sergej Janzen und Sekunden später Alexander Janzen parierte. Erst danach schwammen sich die Gastgeber etwa frei, hatten durch Semen Glusanok und Alexander Heinrich zumindest zwei Möglichkeiten.

Trotzdem: Die Huskies mussten froh sein mit einem Unentschieden in die zweite Pause zu kommen. Es blieb also spannend. Doch was heißt spannend? Es wurde dramatisch. Denn nun ging es hin und her bis es die Fans nicht mehr auf den Sitzen hielt. Denn die Huskies gingen wieder in Führung: Michi Christ passt vor das Tor, findet Manuel Klinge und der Kapitän verwandelt direkt (43.). Alles gut? Denkste! Wenige Sekunden reichen dem Zweitligsten in der 47. Minute, um die Partie zu drehen. Nachschuss Lietsov - 2:2. Schlagschuss Kopecky - 2:3. Alles entschieden? Wieder Denkste! Bremerhaven spielt in Überzahl, und es trifft: Manuel Klinge! Sprintet in einen Pass, zieht auf und davon, scheitert im ersten Versuch an Suvelo und bringt den Puck im Nachsetzen doch über die Linie. Das 3:3 in Unterzahl durch den Kapitän. Klar, dass die Halle nun kocht. Und sie kommt noch mehr geboten.

Denn auch Stanley Stochertor in Überzahl ist noch nicht die Entscheidung. Die Klinge-Gala geht nämlich weiter. Mit seinem Volley-Tor schaffen die grandios kämpfenden Huskies noch einmal den Ausgleich (55.). Die Krönung bleibt ihnen wie den Fans aber verwehrt. Das 5:4 durch Alexander Janzen können sie nicht mehr ausgleichen. Der Favorit gewinnt. Doch der Außenseiter geht erhobenen Hauptes vom Eis.

SR: Krawinkel, Z: 3065, Tore: 1:0 (7:29) Christ (Klinge, Valenti), 1:1 (13:42) Saurette, 2:1 (42:21) Klinge (Christ, Sikora), 2:2 (46:37) Litesov (Thomas, Gunkel), 2:3 (46:52) Kopecky (Dejdar, Slaton), 3:3 (47:59) Klinge (4:5), 4:3 (52:32) Stanley (Fatyka, A. Janzen - 5:4), 4:4 (54:19) Klinge (Christ, Sikora), 4:5 (55:35) A. Janzen (Litesov). Strafminuten: Huskies 6, Bremerhaven 6.

Von Frank Ziemke

Quelle: HNA

Kommentare