Eishockey

Odyssee mit Sensation: Husky Bettahar gewinnt mit Polen Olympia-Qualifikation

Die strapaziöse Reise nach Kasachstan endete für Noureddine Bettahar mit einem sensationellen Erfolg: Mit Polens Nationalteam gewann der Eishockey-Husky die Olympia-Qualifikation. 

Der olympische Traum von Noureddine Bettahar lebt! Auf dem Weg zu den Winterspielen 2022 in Peking hat der Eishockeystürmer der Kassel Huskies mit Polens Nationalteam die erste Hürde genommen. Beim Qualifikationsturnier im kasachischen Nur-Sultan (Astana) siegten die Polen 8:0 gegen die Niederlande (mit acht Akteuren des „deutschen“ Oberligisten Tilburg), 6:1 gegen die Ukraine und im entscheidenden Duell sensationell 3:2 gegen Gastgeber Kasachstan. Verteidiger Bartosz Ciura (Tychy) erzielte das umjubelte Siegtor aus dem Hinterhalt bei einer der wenigen Gelegenheiten.

„Die Kasachen waren mit vielen KHL-Spielern angetreten und haben uns total in die Defensive gedrängt“, berichtet Bettahar. „Wir mussten 53 Torschüsse zulassen, haben aber auch 27 geblockt.“ Der in Trier geborene Sohn einer Polin und eines Algeriers kam in der zweiten Sturmreihe zum Einsatz, erhielt viel Eiszeit. „Das war ein großartiges Erlebnis und ein toller Erfolg“, sagt der 25-Jährige, auch wenn er von den Reisestrapazen ziemlich geschlaucht ist.

„Um zehn Uhr bin ich von Frankfurt nach Warschau geflogen. Nachts nach ein Uhr ging es weiter. Vom Flieger sind wir dann bei fünf Stunden Zeitverschiebung direkt zum Mittagessen und dann zum Training gefahren“, erläutert Bettahar. „Zum Glück gab es auf dem Rückweg nicht wieder so eine Odyssee und ich bin direkt nach Frankfurt geflogen“, berichtet er. „Bis zum Freitagspiel mit den Huskies gegen Kaufbeuren bin ich sicher wieder ausgeschlafen.“

Die vom Finnen-Duo Tomek Valtonen (40) und Tommi Satasaari (44) trainierten Polen spielen in der nächsten Qualifikationsrunde vom 27. bis 30. August in der Slowakei gegen die Gastgeber, die Weißrussen und die Österreicher final um einen Platz in Peking. „Das wird ganz schwer“, sagt Bettahar, „vielleicht schaffen wir eine Überraschung und können ein Spiel gewinnen. Mit dem Herzen und dem Willen, den wir in Astana gezeigt haben, geht vielleicht etwas.“

Für Olympia gesetzt sind analog der Weltrangliste bereits Kanada, Russland, Finnland, Schweden, Tschechien, USA, Schweiz, das deutsche Team und Ausrichter China.

Weitergekommen sind bei anderen Turnieren auch Slowenien und die Ungarn, die in Nottingham überraschend 4:1 Gastgeber Großbritannien besiegten. Bei den Briten standen von DEL2-Klub Weißwasser Robert Farmer und Mike Hammond im Team und der Freiburger Trainer Peter Russell an der Bande.

Quelle: HNA

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