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Kasseler Eishockeyprofi Justin Schütz ist Teil von besonderem Musikprojekt

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Von: Björn Friedrichs

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Justin Schütz aus Kassel ist Eishockeyprofi beim EHC München. Jetzt ist er auch in einem Musikvideo zu sehen.
Justin Schütz aus Kassel ist Eishockeyprofi beim EHC München. Jetzt ist er auch in einem Musikvideo zu sehen. © IMAGO/kolbert-press

Der Kasseler Justin Schütz bereitet sich mit dem EHC München in der DEL auf die am Sonntag startenden Playoffs vor. Jetzt steht der 21-Jährige aber auch als Teil eines Musikprojekts im Fokus.

Kassel – Justin Schütz ist ein guter Eishockeyspieler. Ein sehr guter sogar. Der Kasseler steht bei EHC München in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) unter Vertrag, 2018 wurde er von NHL-Klub Florida beim Draft ausgewählt, zudem hat der 21-Jährige auch schon seine ersten Länderspiele bestritten. Jetzt steht Schütz aber mal ganz ungewohnt im Rampenlicht: Er ist in einem besonderen Musikvideo zu sehen.

Lebensmittel-Discounter Penny, Namenssponsor der DEL, hat dieses Video zum Start der Playoffs veröffentlicht. Darin singen je zwei Spieler aller 15 Erstliga-Klubs gemeinsam mit der bekannten Schlager-Band Münchener Freiheit. Und Justin Schütz ist der erste Akteur, der in dem Video zu Wort kommt. „Hier ist München, kann losgehen“, sagt der 21-Jährige, ehe die Musiker und Kollegen einstimmen.

Worum aber geht es bei der Aktion überhaupt?

„Ohne dich schlaf’ ich heut Nacht nicht ein“: So heißt das bekannte Lied der Münchener Freiheit. Der Text wurde jetzt umgedichtet – zu Ehren der Eishockey-Fans: „Ohne dich lauf’ ich heut’ Nacht nicht ein, ohne dich ist unser Team allein, ohne dich frag’ ich warum wozu – das was ich will bist du!“, heißt es da.

Klubs, Spieler und Liga wollen sich so bei den Anhängern bedanken. Für die Unterstützung während der Coronapandemie, für den Rückhalt fernab der Stadien und verbunden mit der Hoffnung, dass die Eishallen jetzt wieder voll werden. „Ich finde die Aktion ziemlich cool. Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn es nicht unbedingt die Musik ist, die ich zuhause höre“, sagt Schütz. „Die Zuschauer haben gefehlt, sie geben uns jetzt in den Playoffs einen Schub.“ Die Antworten der Fans in den Kommentaren bei Youtube sind ausschließlich positiv.

Die Dreh- und Gesangsarbeiten haben im Saisonverlauf stattgefunden. In München war neben Schütz auch Maxi Kastner beteiligt. „In unserer Kabine wurde ein obligatorisches Tonstudio aufgebaut, da haben wir den Text eingesungen. Danach haben wir die Szenen für das Video nachgestellt, die Musik lief als Playback und wir haben die Lippen bewegt“, erzählt Schütz. Klingt aufwendig. „Das ging schneller als gedacht“, sagt Schütz. „Nur eine Aktion, bei der Maxi und ich uns anschauen mussten, hat ein bisschen gedauert, weil wir lachen mussten.“

Ist der sehr gute Eishockeyspieler Schütz denn auch ein guter Sänger? „Meine Gesangskünste sind nicht überragend, aber das ist da zum Glück nicht so gut zu hören“, sagt er lachend. Kontakt zur Band und den anderen beteiligten Spielern habe es wegen des Videos mit einer Ausnahme noch nicht gegeben. „Nino Kinder aus Bremerhaven habe ich ein paar Sprüche geschrieben. Der steht in dem Video singend unter der Dusche“, erzählt Schütz. Dem einen oder anderen Spieler sieht man die Skepsis und fehlende Erfahrung im Video leicht an. Nicht so Justin Schütz, der wirkt in seinen Szenen wie ein Profi.

Für ihn und München starten am Sonntag die Playoffs. Dann möchte der Kasseler auch auf dem Eis für Aufsehen sorgen. Nach Verletzung, Corona und Mandelentzündung zu Saisonbeginn ist er inzwischen wieder gut drauf. Am Mikro und auf dem Eis.

Von Björn Friedrichs

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