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Zwei Teams mit Stotterstart: Kassel Huskies heute in Dresden zu Gast

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Von: Björn Friedrichs

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Nicht wieder stolpern: Die Kassel Huskies mit Joel Keussen wollen bei den Dresdner Eislöwen mit Johan Porsberger (liegend) gewinnen.
Nicht wieder stolpern: Die Kassel Huskies mit Joel Keussen wollen bei den Dresdner Eislöwen mit Johan Porsberger (liegend) gewinnen. © Schachtschneider, Dieter

Der dritte Spieltag wartet auf die Kassel Huskies: Heute geht es für den Eishockey-Zweitligisten zu den Dresdner Eislöwen – wie die Huskies ein Aufstiegsanwärter.

Kassel – Das erste Wochenende hatten sich beide Eishockey-Teams sicher anders vorgestellt. Und die Wende wollen wahrscheinlich auch beide Mannschaften nun schleunigst herbeiführen – am besten schon heute. Die Kassel Huskies sind ab 19.30 Uhr in der DEL 2 bei den Dresdner Eislöwen gefordert. Für die beiden Aufstiegsanwärter ist es bereits das dritte Aufeinandertreffen der laufenden Saison.

In den beiden Testspielduellen kurz vor Saisonstart behielten jeweils die Huskies die Oberhand. Zuhause gab’s einen ereignisreichen 6:5-Sieg, auswärts ein 4:1. Dass erfolgreiche Vorbereitungsspiele aber nicht gleichbedeutend mit siegreichen Pflichtspielen sind, mussten die Huskies ja schon bei den ersten beiden Niederlagen in Kaufbeuren und gegen Selb erfahren. Aber: „Die beiden Siege in der Vorbereitung können uns sicher helfen“, sagt Vincent Schlenker. Der Stürmer der Huskies, der vor der Saison aus Crimmitschau kam, verpasste das torreiche Heimspiel zwar angeschlagen, „das ist aber längst wieder alles okay.“

Vincent Schlenker machte über 50 Spiele für Dresden

Und Schlenker kennt sich beim Gegner aus – zumindest ein bisschen. Zwischen 2013 und 2015 machte er als Förderlizenzspieler der Eisbären Berlin insgesamt 56 Spiele für Dresden. „Von damals kenne ich aber maximal noch den Betreuer“, sagt er lachend und ergänzt: „Dresden hat in den letzten Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht, auch wenn die letzte Saison mit dem frühen Playoff-Aus sicher etwas enttäuschend war. Sie haben ihren Kader kaum verändert, ihr Anspruch ist sicher wieder eine höhere Platzierung.“

Vincent Schlenker von den Kassel Huskies.
Vincent Schlenker von den Kassel Huskies. © Fischer, Andreas

Der 29-Jährige ist neben Maximilian Faber einer von zwei Huskies mit einer Dresdner Vergangenheit. Auch Faber war einst als Berliner Förderlizenzler auf Stippvisite bei den Eislöwen. „Wir haben da in der Vergangenheit mal drüber gequatscht, weil wir auch in der gleichen Wohnung gewohnt haben“, sagt Schlenker. Ansonsten seien die Spiele gegen die Eislöwen für ihn aber keine besonderen. „Von den Spielern kenne ich aus gemeinsamer Crimmitschauer Zeit nur noch Jordan Knackstedt, der aber ja auch schon lange in Dresden.“

Stürmer hofft auf bessere Chancenverwertung

Bei den Eislöwen, die in jüngerer Vergangenheit so etwas wie ein Lieblingsgegner der Huskies waren, peilt Kassel heute einen Sieg an – es wäre der 14. aus dann zuletzt 16 Duellen. „Allein um jetzt ein wenig Ruhe reinzukriegen, wollen wir das Spiel gewinnen“, sagt Schlenker. Der Start sei mit zwei Niederlagen natürlich nicht so gelaufen, wie man sich das bei den Huskies gewünscht hätte. Schlenker sagt aber auch: „Es sind noch 50 Hauptrundenspiele. Die Spieler, die am Freitag dabei sind, sind hundertprozentig fit und werden alles geben. Wir müssen defensiv kompakter stehen und vor allem unsere Chancen kaltschnäuziger nutzen.“

Damit spielt er vor allem auf die 52 Torschüsse bei der 2:3-Niederlage gegen Selb an, die nicht für einen Sieg reichten. „Ihr Torwart hat zwar auch stark gehalten, aber uns muss auch mal ein dreckiges Tor gelingen oder ein Treffer, der im Powerplay durchrutscht.“

Von Björn Friedrichs

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