Eishockey-Chef Berghöfer beruhigt – viel Raum für Spekulationen

Nach Salzmann-Aus: Huskies nicht in Gefahr

Sie werden weiterspielen können: Kassels erste Eishockey-Mannschaft, die Huskies. Im Bild: Husky Oliver Mizera (in Weiß) während des letzten Heimspiels gegen Darmstadt. Mit im Bild: Viktor Luft (links) und Marco Schwarzer (im Tor). Foto: Fischer

Kassel. Hat das Aus des Technischen Rathauses auf dem Salzmann-Areal auch Folgen für die Kassel Huskies? Diese Frage treibt derzeit die Fans der Schlittenhunde um. Von den Beteiligten war am Mittwoch allerdings wenig Konkretes zu erfahren.

„KEBG und Rosco werden sich am Freitag gemeinsam äußern“, teilte Stefan Traut, Geschäftsführer der Kasseler Eissporthalle Betriebsgesellschaft (KEBG), mit und ergänzte: „Die Entscheidung ist wie eine Lawine über uns gerollt. Sie ist ein Schlag ins Gesicht, den wir erst einmal verdauen müssen.“

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Umzug städtischer Ämter aufs Salzmann-Gelände gescheitert

Marc Berghöfer, Vorsitzender der Eishockey-Jugend Kassel (EJK), betonte: „Unser Partner ist Dennis Rossing. Von ihm brauchen wir eine Aussage, wie es nun weitergeht.“ Stets war der Umzug der städtischen Ämter auf das Gelände in Bettenhausen mit der Zukunft der Eissporthalle und indirekt auch den Huskies verknüpft. Investor Rossing, dem das Salzmann-Gelände gehört, wollte die Eissporthalle kaufen und modernisieren. Die Familie Rossing steht auch hinter der KEBG, die den Weg der Huskies zurück ins Profi-Eishockey begleiten soll. Bis Freitag bleibt also viel Raum für Spekulationen.

Option 1: Weiter mit KEBG

Kauft Rossing die Eissporthalle nicht, die er derzeit von Eigentümer Simon Kimm gepachtet und an die KEBG untervermietet hat, fällt sie an Kimm zurück. Möglich wäre, dass die KEBG, deren Kooperationsvertrag mit der EJK bis zum 30. April 2011 läuft, die Halle stattdessen mietet. „Mit Simon Kimm hat es bislang keine Gespräche gegeben“, sagt Traut jedoch. Allerdings ist fraglich, ob die KEBG überhaupt über den 30. April hinaus bestehen wird, falls Rossing die Halle nicht kauft.

Option 2: Weiter ohne KEBG

Dieser Fall aber bedeute nicht das Aus für die Kassel Huskies. Es wird weitergehen – auch in der Regionalliga, wenn der Aufstieg gelingt. Das verspricht Berghöfer. „Wenn wir das nicht schaffen würden, hätten wir einen schlechten Job gemacht“, sagt er. „Kassel war vor Dennis Rossing Eishockey-Stadt und wird es auch nach Dennis Rossing sein.“ Auf dem Weg in Richtung Profi-Eishockey sei eine Kapitalgesellschaft notwendig, um das Risiko vom Verein fernzuhalten. „Die Frage ist nur, wer sie gründet“, erklärt der EJK-Chef. Bei der Frage, wie denn ein möglicher Plan B aussehen könnte, hält sich Berghöfer bedeckt, sagt aber: „Wir fangen nicht erst mit Plan B an, wenn Plan A gescheitert ist.“ Möglich, dass zu diesem Plan B auch Kimm gehört. Allerdings wollte Berghöfer Gespräche mit dem Eishallen-Besitzer weder bestätigen noch dementieren.

Namensrechte

Die Namensrechte der Kassel Huskies liegen bei Dennis Rossing. Er hat sie im Rahmen des Kooperationsvertrages zwischen EJK und KEBG bis zum 30. April 2011 abgetreten. Ob er die Rechte behält oder doch an die EJK zurückgibt, bleibt abzuwarten. Weder Traut noch Berghöfer konnten darauf eine Antwort geben. „Was Dennis Rossing mit den Rechten machen würde, weiß ich nicht“, sagte Traut.

Quelle: HNA

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