Urplötzlich gab’s drei harte Boxeinlagen

Huskies gegen Heilbronn: Nach 42 Minuten flogen die Fäuste

Jens Meilleur beim Abgang

Kassel. 42 Minuten lang war es ein normales Eishockeyspiel. Abgesehen davon, dass der Tabellenvorletzte Heilbronn beim Ranglistenzweiten in Kassel 2:1 führte.

Überraschend. Dann aber, es stand längst 5:2 für den Favoriten, ging es im wahrsten Sinne des Wortes Schlag auf Schlag. Urplötzlich und ohne Vorwarnung ließen gleich sechs junge Akteure die Fäuste fliegen.

Den Anfang machten Jens Meilleur (22) und Dorian Saeftel, die sich kurz prügelten. Nichts Dramatisches, beide kassierten 2 plus 2 Strafminuten und Meiller fuhr breit grinsend zur Strafbank. Nur sechs Sekunden später aber eskalierte es: Nun machten Carter Proft und Sachar Blank richtig ernst. Die Handschuhe flogen, und dann auch immer wieder Carters starke Rechte, die als Schwinger mehrfach ins Schwarze traf. Mit dem Puck indes wartet der 20-Jährige schon seit 29 Spielen auf seinen vierten Saisontreffer – der Frust musste mal raus.

Prügeleien beim Spiel Huskies gegen Heilbronner Falken

Während sich die Linienrichter Fauerbach und Ruhnau couragiert ins Getümmel stürzten, um den Streit mit viel Mühe schließlich doch noch zu schlichten, machten Marco Habermann (23) und Kevin Maginot nebenan eine weitere Baustelle auf und zeigten vor allem ringerisches Talent. Die Folgen: Wegen unnötiger Härte, welch schöne Umschreibung, kassierte Proft eine Spieldauerdisziplinarstrafe (die ohne Sperre bleibt), Blank bekam 2 + 2 + 10 Minuten und Habermann sowie Maginot jeweils 2 + 2 Minuten.

Nach diesem reinigenden Gewitter wurde dann wieder Eishockey gespielt. Ausschließlich. Mit zwei weiteren Toren für die Huskies und einem für die Falken zum 7:3-Endstand.

Von Gerald Schaumburg

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Quelle: HNA

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