Zweites Spiel am Freitag

Nach 6:4 zum Auftakt: Das nehmen die Kassel Huskies mit ins erste Playoff-Heimspiel

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Die erstmalige Führung: Stefan Della Rovere (Mitte) trifft zum 5:4 für die Huskies. Im Hintergrund: Kevin Maginot. Die Löwen (von links) Maximilian Faber, Torhüter Antti Karjalainen und Maxilimilian Gläßl können es nicht verhindern.

Frankfurt. Es war ein toller Start in die Playoff-Viertelfinalserie, der 6:4-Erfolg im ersten Spiel in Frankfurt am Dienstag. Viel Gutes können die Huskies mitnehmen ins erste Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr).

Wissen Sie, was am 13. März 2016 war? Auch damals wurde Eishockey gespielt. Auch damals lautete das Playoff-Viertelfinale Kassel gegen Frankfurt. An jenem 13. März fand zwar das zweite Spiel der Serie statt. Aber Austragungsort war wie 2018 die Eishalle am Ratsweg. Und das Ergebnis? Sie ahnen es, dasselbe: 6:4 für die Huskies. Ein bisschen wiederholt sich Geschichte also doch. Der erste Auswärtserfolg – damals wie heute ein schöner Etappensieg und Mutmacher für die Serie.

„Klar, der erste Sieg ist immer schön. Und noch schöner ist er, wenn er auswärts gelingt. Aber es war nur das erste Spiel. Deshalb genießen wir den Moment und freuen uns, dass wir es geschafft haben, nach zwei Zwei-Tore-Rückständen zurückzukommen. Aber wir müssen uns auch steigern, wenn wir die Serie gewinnen wollen“, fasste Huskies-Trainer Rico Rossi den ersten Auftritt zusammen. Ein Überblick.

Die Taktik

In der Anfangsphase wurden die Huskies kalt erwischt. Mit einem Doppelschlag zogen die Löwen schnell auf 2:0 davon. „Wir waren nicht bereit. Die Frankfurter haben uns auf dem falschen Fuß erwischt. Sie haben Forechecking mit nur einem Mann betrieben, normalerweise machen sie das zu zweit und bauen weiteren Druck über die nachrückenden Verteidiger auf. Das war diesmal anders“, erklärte der Coach. Aber in den Playoffs ist das mit der Taktik ja so eine Sache. Die Löwen hätten anders agiert als in der Hauptrunde. „Du spielst jetzt eben nur gegen einen Gegner und musst die Tatik nicht auf verschiedene Teams ausrichten“, erklärt der Coach. Doch mit zunehmender Spieldauer stellten sich die Huskies immer besser auf ihren Gegner ein.

Die Kämpferherzen

Zweimal verkürzten die Huskies auf ein Tor, um fast postwendend wieder zwei Treffer in Rückstand zu geraten. „Doch wir haben uns zurückgekämpft“, sagte Rossi und hob dabei zwei Spieler heraus: „Es war so wichtig, dass Patrick Klöpper kurz vor der zweiten Pause zum 4:3 getroffen hat. Stefan Della Roveres Tor zum 5:4 hat den Siegeswillen, den wir heute mehr hatten als Frankfurt, gekrönt.“

Und so kam auch die vierte Reihe noch zum Torerfolg und komplettierte damit die sehenswerte Kasseler Statistik: Sechs verschiedene Torschützen aus vier Formationen trugen zum gelungenen Playoff-Start bei.

Die schwere Entscheidung

Aus fünf mach vier – diese Aufgabe haben beide Trainer vor jedem Duell. Einer der fünf ausländischen Spieler muss auf die Tribüne. „Ich entscheide mich nie gegen, sondern immer für einen Spieler“, betonte Rossi. Er entschied sich also für Matt Neal. Evan McGrath musste zusehen. Und siehe da: Neal harmonierte im ersten Sturm prächtig mit Adriano Carciola und Braden Pimm. Goldhelm Pimm zeigte eine deutliche Leistungssteigerung. Carciola war eine steter Unruheherd.

Und wie dieses Duo erzielte auch Neal sein Tor. Noch einmal Rossi: „Ich weiß, ich bekomme viel Kritik, weil ich oft die Reihen oder die Taktik wechsele. Aber es zeigt sich: Die Mannschaft ist daran gewöhnt und kann jetzt davon profitieren.“

Das Powerplay

Da haben die Huskies in den nächsten Spielen Luft nach oben. Sie zeigten zwar einige schöne Kombinationen. Fünfmal aber saß am Dienstag ein Frankfurter auf der Strafbank, nur einmal schlugen die Huskies durch Carciola Nutzen daraus. Dabei gehören die Löwen zu den schlechtesten Teams der Liga. Mit einer Quote von 78,8 Prozent stehen sie auf Rang elf.

Ergebnisse und Paarungen der DEL2-Playoffs im Überblick

Quelle: HNA

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