Mit aller Kraft zum Sieg

Intensiv und körperbetont: Kassel Huskies gewinnen 2:1 in Heilbronn

Siegreich gegen die Heilbronner Falken: Huskies-Topscorer Jamie MacQueen (3. von links). Hinten: Husky Timo Gams. Das
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Siegreich gegen die Heilbronner Falken: Huskies-Topscorer Jamie MacQueen (3. von links). Hinten: Husky Timo Gams. Das

In dieser Eishockey-Partie ging es ständig hin und her. Chancen zuhauf auf beiden Seiten – mit dem besseren Ende für die Kassel Huskies, die bei den Heilbronner Falken 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) gewinnen.

Abwarten? Abtasten? Nicht mit den Teams der Falken und der Huskies. In einer turbulenten Anfangsphase ist Kassel-Goalie Jerry Kuhn bereits nach zwölf Sekunden das erste Mal gefordert, einen Schlagschuss von Leon Fern kann er abwehren. Im Gegenzug läuft Husky Denis Shevyrin allein aufs Heilbronner Tor zu, könnte abschließen. Stattdessen legt er die Scheibe quer auf Brett Cameron – erste Großchance vertan (1.).

Beide Mannschaften sind also im Spiel? Mitnichten. Die Huskies handeln sich in den ersten sieben Minuten gleich drei Zeitstrafen ein, geraten so gegen spielfreudige Falken früh unter Druck. Simon Thiel versucht es frei vor Kuhn (4.), Justin Kirsch zieht mal ab (5.), Jeremy Williams (7.) und Judd Blackwater (8.) jagen die Scheibe Richtung Huskies-Gehäuse. Doch die Gäste verteidigen leidenschaftlich, blocken die Schüsse oder können sich auf ihren Torhüter verlassen. Da kommt es fast etwas unverhofft, dass sich Cameron auf einmal die Scheibe erkämpft und frei vor Heilbronns Schlussmann Ilya Andryukhov auftaucht. Doch auch die Gastgeber haben einen starken Goalie zwischen den Pfosten, der sicher pariert (8.).

Die Huskies überstehen das Unterzahl-Spiel schadlos, geraten dann aber doch in Rückstand: Kenney Morrison spielt die Scheibe vor das Tor, Blackwater hält die Kelle dran – 1:0 (12.), die verdiente Führung. Doch auch die Huskies haben weiter Chancen. Die beste vergibt Jamie MacQueen, der nach Zusammenspiel mit Mitch Wahl nur die Latte trifft (18.). Gefühlt könnte es auch schon 3:3 stehen.

Immerhin: Im Mitteldrittel findet ein Abschluss dann tatsächlich mal den Weg ins Heilbronner Tor. Cameron tanzt seinen Gegenspieler aus, schiebt die Scheibe frei vor Andryukhov ins Eck – 1:1 (25.). Die Partie der Tabellennachbarn ist jetzt völlig ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. Cameron vergibt für die Huskies (30./36.), Thiel verpasst für die Falken (33.). Gegen Ende des Mitteldrittels werden die Huskies dominanter, bekommen mehr Tempo ins Spiel. Für Heilbronn wird es immer schwieriger, die Positionen zu halten. Stephan Tramm bestraft das beinahe, trifft aber nur den Pfosten – das zweite Mal Stahl für die Huskies (37.).

Zu Beginn des Schlussdrittels treffen das dann auch die Gastgeber (41.), auf der Gegenseite lässt MacQueen eine gute Gelegenheit liegen (44.). Falken-Topscorer Williams prüft Kuhn, der aber mit dem Schoner zur Stelle ist (46.). Es geht hin und her, Verschnaufpausen gönnen sich beide Mannschaften keine. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis ein Team wieder jubeln darf.

Das sind kurz darauf die Huskies: Wahl taucht vor Andryukhov auf, bleibt konzentriert und schießt die Scheibe ins Tor – das 2:1 für die Huskies (48.). Eine intensive Schlussphase beginnt: Hans Detsch (55.) und Dieter Orendorz (57.) verpassen die Vorentscheidung. Heilbronn nimmt den Torhüter vom Eis, doch Kuhn ist nicht mehr zu bezwingen. Intensives Spiel, siegreiche Huskies.

Von Pascal Spindler

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