Eishockey: Huskies heute gegen Grizzly Adams – Schmidt ist wieder fit

Wer hat mehr Biss?

Er ist wieder fit: Verteidiger Bryan Schmidt kehrt gegen Wolfsburg aufs Eis zurück. Foto: Koch

Kassel. Schlittenhund gegen Grizzly Bär. Wendig und schnell gegen groß und wuchtig. Nicht nur in der Tierwelt wäre dieses Duell ein spannendes. Auch in der Deutschen Eishockey-Liga sind die Spiele der Kassel Huskies gegen die Grizzly Adams Wolfsburg immer etwas besonders. Am heutigen Donnerstag gibt es eine Neu-Auflage des Aufstiegs-Derbys aus dem Jahr 2007: Ab 19.30 Uhr gastieren die Wolfsburger in der Kasseler Eissporthalle.

In Zahlen ausgedrückt: Der Vierte tritt an beim Tabellenletzten. Keine schöne Statistik. Eine andere ist da verheißungsvoller: Das siebtstärkste Heimteam der Liga empfängt eine der besten Auswärtsmannschaften. Das verspricht Spannung – wie auch Huskies-Trainer Stéphane Richer: „Ich denke schon, dass wir zuhause eine gute Schau bieten.“ Deshalb hofft er: „Es wäre schön, wenn noch mehr Zuschauer kämen. Auch wenn die, die da sind, gute Stimmung verbreiten.“

Vor allem kämpferisch wusste sein Team zuletzt zu überzeugen. Dafür aber haperte es im Torabschluss und an der Disziplin. Die Maßgabe für heute Abend ist daher klar: „Wir müssen so engagiert starten wie gegen Ingolstadt. Da haben wir uns viele Chancen erspielt – und die müssen wir viel besser nutzen.“ Außerdem fordert er von seinen Spielern: „Weg von der Strafbank.“ Denn eine unbestrittene Stärke der Wolfsburger ist es, Überzahlsituationen in Zählbares umzumünzen. Pro Spiel machten sie in der laufenden Saison immer mindestens einen Treffer.

Im Tor vertraut Richer auf Adam Hauser. Der etatmäßige Schlussmann war zuletzt wieder ein sicherer Rückhalt für sein Team. Entspannung deutete sich auch in der Defensive an: Verteidiger Bryan Schmidt meldete sich nach dreiwöchiger Verletzungspause am Samstag im Training zurück. Das linke Knie ist wieder voll belastbar, und der 28-Jährige brennt auf seinen Einsatz: „Drei Wochen ohne Eishockey waren ganz schön hart“, scherzt er am Telefon. In der Reha gab er sein Bestes, sodass er es nun tatsächlich geschafft hat, zum frühstmöglichen Zeitpunkt wieder einsatzbereit zu sein. „Eine so lange Pause macht sich in der Fitness schnell bemerkbar. Ich habe deshalb noch keine 100, aber 75 Prozent Leistungsfähigkeit.“ Richer verspricht sich von Schmidt vor allem eine Verbesserung des Kasseler Überzahlspiels. An die Seite des Amerikaners stellt er David Danner, in Überzahl Derek Dinger. Denn Mike Card, Schmidts eigentlicher Partner, fällt verletzt aus. Im Spiel gegen Ingolstadt hatte er einen Schlag aufs Bein bekommen, konnte in den vergangenen Tagen nicht trainieren. • Auch heute Abend berichtet die Online-Redaktion per Live-Ticker wieder aus der Halle. Parallel dazu gibt’s die Atmosphäre per Live-Radio. Ein Video steht Freitagmorgen online. Den Link finden Sie in Internet auf www.hna.de

Von Michaela Streuff

Quelle: HNA

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