Erstes Playoff-Heimspiel um 19.30 Uhr

Ein Mann für harte Fälle: Della Rovere will wieder gegen die Frankfurter Löwen treffen

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Glücklich nach der spielentscheidenden Szene: Die Kasseler Sturmpartner Alex Lambacher (links) und Stefan Della Rovere.

Kassel. Für ihn gab es am Dienstag Sonderapplaus: Stefan Della Rovere. Ein Mann eben für die harten Fälle. Mit seinem Tor brachte er die Huskies auf die Siegerstraße. 

Am Freitag will er beim ersten Playoff-Heimspiel erneut gegen die Löwen treffen.

Irgendwann in grauer Vorzeit der Renaissance herrschte das Adelshaus Della Rovere in Italien. Nun, in den Anfangstagen der DEL2-Playoffs, ist wieder ein Della Rovere geadelt worden. Allerdings einer, der weder Herzog noch Italiener ist und sich auch eher aufs Toreschießen denn aufs Regieren versteht: Stefan heißt dieser Della Rovere mit Vornamen, geht für die Kassel Huskies auf Torejagd und wurde am Dienstagabend geadelt durch ein dickes Sonderlob seines Trainers, besonders viele Abklatscher seiner Teamkollegen und richtig viel Applaus von 300 mitgereisten Fans.

Dafür gibt’s natürlich einen Grund: Der Stürmer hatte seine Huskies mit dem vorentscheidenden 5:4 auf die Siegerstraße am Frankfurter Ratsweg gebracht. Und natürlich hat Della Rovere ein Ziel: Heute im ersten Heimspiel der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Löwen (19.30 Uhr, Eissporthalle) wieder zu treffen und so dazu beizutragen, dass die Kasseler in der Serie best of seven auf 2:0 davonziehen können.

Überbewerten aber will der Vielgelobte seine Glanztat nicht. „Ein Tor ist ein Tor“, sagt er und lacht. „Aber klar ist es schön, in solch einem großen Spiel einen so wichtigen Treffer zu erzielen. Das ist schon ein klasse Gefühl.“ Die Vorabeit kam dabei von seinen Sturmpartnern: Kevin Maginot, vom Verteidiger zum Angreifer umgeschult, eroberte die Scheibe hinter dem Frankfurter Tor, passte an den rechten Bullykreis zu Alex Lambacher. Der bewies ein gutes Auge für Della Rovere, der am linken Pfosten lauerte und die Hereingabe unhaltbar für Antti Karjalainen ins Tor lenkte. „Ein fantastischer Treffer“, fand nicht nur Kassels Trainer Rico Rossi, der auch abseits des Eises lobende Worte für den Deutsch-Kanadier mit Spitznamen „Della“ findet: „Er ist ein Spielertyp, der den Puck sehr gut schützt. Er kann mit jedem zusammenspielen und ist auch so ein großartiger Kerl.“ Hinzu kommt eine starke Physis, was in den Worten des Coaches dann so klingt: „Della bringt viel Präsenz aufs Eis.“

Mit dem Puck, aber auch ohne. Beispiel gefällig? Gab’s am Ende von Spiel eins: Della Rovere und Clarke Breitkreuz gerieten aneinander und ließen sich erst von den Unparteiischen trennen. Wer eine besondere Erinnerung ans Spiel haben möchte, kann das leicht zerfetzte Trikot von Della Rovere übrigens jetzt ersteigern.

Es sind Ausrufezeichen, die der 28-Jährige damit setzt. Die Botschaft an den Gegner ist klar: Mit mir ist nicht gut Kirschen essen. Innerhalb seines eigenen Teams aber ist das anders. Mit Lambacher harmoniert Della Rovere bestens, Maginot versuchen beide nach Kräften in dessen neuer Rolle zu unterstützen. Dazu kommt die Spezial-Aufgabe ihrer Reihe: „Wir sollen das Team mit Energie versorgen“, erklärt er.

Was in Spiel eins schon mal gut geklappt hat, will das Trio natürlich heute fortsetzen. Della Rovere erwartet ein enges Derby. „Es wird mit ebenso viel Intensität geführt werden, wie die Partie am Dienstag. Aber wir werden es auch so machen wie in Frankfurt: Fokussiert bleiben und nicht von unserem Spielplan abrücken.“ Damit die Huskies auch heute wieder jubeln können.

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Quelle: HNA

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