Huskies verlieren nach spannendem Spiel in Dortmund mit 4:6

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Dreikampf: Die Huskies Sven Valenti (von links) und Emanuel Grund kämpfen mit Michael Schmerda um den Puck.

Dortmund. Es war ein echtes Spitzenspiel. Viel Spannung und Dramatik, wechselnde Führungen – und am Ende hatten die Gastgeber das glücklichere Ende für sich: Mit 4:6 (2:2, 1:1, 1:3) unterlagen die Kassel Huskies am Freitagabend nach großem Kampf beim Spitzenreiter der Oberliga-West, dem EHC Dortmund.

Artikel aktualisiert um 22.45 Uhr.

Von Beginn an war viel Schwung in der Partie: Zwei Minuten waren gespielt, als Verteidiger Alexander Engel Benjamin Finkenrath im Kasten der Dortmunder erstmals prüfte. Der aber war zur Stelle. Doch: Die Huskies verteidigten zu offensiv. Und das bestrafen die Gastgeber umgehend. Ryan Martens legte auf für Nils Liesegang und der Dortmunder Topscorer machte mit einem Sonntagsschuss von der blauen Linie kurzen Prozess. Das 1:0 (4. Minute) für die Gastgeber erwischte die Huskies eiskalt. Ihre Antwort aber kam prompt. 40 Sekunden später nahm sich Kapitän Manuel Klinge ein Herz und schlenzte den Puck nach einem gewonnenen Bully an Finkenrath vorbei zum 1:1 (4.).

Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Branislaw Pohanka und Ryan Martens scheiterten an Martin Fous im Tor der Huskies. Nicht zur Stelle war der Kasseler Schlussmann allerdings in der 13. Minute, als er die linke Ecke des Gehäuses nicht richtig abdeckte und Martens Dortmund mit 2:1 in Führung brauchte. Die hielt bis zur heißen Schlussphase des ersten Drittels. Florian Böhm saß gerade die erste Kasseler Strafe ab, als den Huskies endlich einmal wieder das gelang, was zuletzt gegen Bad Nauheim nicht hatte klappen wollen: Finkenrath pariert den ersten Schuss noch, doch Artjom Kostyrev verwertet den Abpraller zum 2:2 – exakt 0,5 Sekunden, bevor die Schlusssirene ertönt.

Ein Tor fürs Selbstvertrauen. Und die Huskies legten nach. Verpasste Vorel die Führung noch, machte es Manuel Klinge besser: Mit einem satten Schlagschuss brachte er sein Team mit dem Tor zum 3:2 erstmals in Führung (27.). Doch dann musste Stéphane Robitaille in die Kühlbox – und Philipp Michl erzielte den überraschenden Ausgleichstreffer, nachdem Fous den Puck beim ersten Schuss von Michael Schmerda nicht hatte festhalten können.

Und in der Schlussphase brachten sich die Huskies um den verdienten Lohn nach einem tollen Auftritt, nachdem Sven Valenti in Überzahl zum zwischenzeitlichen 4:4 getroffen hatte: Einen Fehler in der Abwehr bestrafte Pohanka erst mit dem 5:4 für die Elche (55.). Und als Kassel Fous aus dem Tor genommen hatte und einen sechsten Feldspieler aufs Eis schickte, erzielte der Dortmunder Stürmer Sekunden vor Schluss noch das 6:4.

• SR: Müller, Z: 1281, Tore: 1:0 (3:14) Liesegang (Martens, Kretschmann), 1:1 (3:52) M. Klinge (Sikora), 2:1 (12:52) Martens (Schmerda), 2:2 (19:59) Kostyrev (Vorel, Reiss - 4:5), 2:3 (26:27) M. Klinge (Hilgenberg, Christ), 3:3 (37:01) Michl (Schmerda, Pohanka - 5:4), 4:3 (48:20) Schmerda (Michl, Kirschbauer), 4:4 (53:27) Valenti (Christ, Sikora - 5:4), 5.4: (54:42) Pohanka, 6:4 (59:55) Pohanka (Liesegang 5:4), Strafminuten: Dortmund 4, Kassel 4

Quelle: HNA

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