Top-Verteidiger geht nach Norwegen

Kassel Huskies: Humphries wechselt nach Lillehammer

Spencer Humphries ist mit Kopf und Oberkörper zu sehen. Die Aufnahme ist während eines Spiels entstanden, der konzentrierte Blick geht nach rechts.
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Huskies-Verteidiger Spencer Humphries im Porträt.

Liam (2) und Lucas (geboren im April) spielen gerade mit ihrem Papa Spencer Humphries, als der sich per Telefon aus Vancouver meldet.

Kassel - Seit Freitag erst ist der Eishockeyprofi wieder in seiner kanadischen Heimat, die Monate seit dem Abbruch der DEL2-Saison Mitte März und dem damit verbundenen Abschied aus Kassel verbrachte er mit seiner Verlobten Stine in deren Heimat Norwegen.

Das ist jenes Land, in dem die kleine Familie auch künftig wieder leben wird. Denn der Verteidiger hat sich gegen eine weitere Saison bei den Kassel Huskies und für eine Rückkehr in seine Wahlheimat entschieden, wo er künftig für den norwegischen Erstligisten Lillehammer aufs Eis gehen wird. Bereits von 2016 bis 2018 spielte Humphries in Norwegen – in Stavanger, wo er auch Stine kennengelernt hat.

„Norwegen ist das Land, in dem wir langfristig leben möchten“

„Diese Entscheidung war keine einfache. Nicht nur Stine und ich haben uns in Kassel wahnsinnig wohl gefühlt, auch in der gesamten Mannschaft standen wir uns sehr nahe. Der Teamgeist und Wettkampfcharakter haben gestimmt“, erklärt der 28-Jährige. „Aber Norwegen ist das Land, in dem wir langfristig leben möchten. Deshalb haben wir uns für Lillehammer entschieden.“

Die Huskies hätten ihren Top-Verteidiger gern gehalten, hatten ihm auch ein Angebot unterbreitet. Denn 13 Tore (Spitzenwert in der DEL2) und 16 Vorlagen in 48 Hauptrundenspielen sprechen für sich. Mit Denis Shevyrin, der am Saisonende die Kapitänsbinde trug, bildete Humphries eines der stärksten Verteidigerduos der Liga.

Bedauern bei den Huskies

Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs bedauert den Abschied: „Er war ein wichtiger Führungsspieler, den wir gerne bei uns behalten hätten. Natürlich können wir aber verstehen, dass er mit seiner Familie in der Heimat seiner Verlobten leben und spielen möchte.“

So also bleibt Humphries Zeit in Kassel ein Stück weit unvollendet. „Es war ein Tiefschlag, als wir erfahren haben, dass die Saison abgebrochen wird. Wir hatten so ein starkes Team. Im ersten Moment denkst du: Was für eine Verschwendung, eine Saison ohne Playoffs. Aber dann verlässt du die Eishalle und merkst, dass dieses Virus so viel größer ist und die ganze Welt in Atem hält. Ich werde mit vielen Jungs in Kontakt bleiben und wünsche dem Team nur das Beste. Ich drücke ihnen fest die Daumen, dass es mit dem Aufstieg in die DEL klappt.“

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