Nach der 2:5-Niederlage 

Huskies kassieren gegen Heilbronn dumme Strafen und dreckige Gegentore

Wieder nichts: Husky Michi Christ scheitert am Heilbronner Torwart Marcel Melichercik. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Der Frust war aus allen Gesichtern abzulesen. Das 2:5 gegen Heilbronn war für die Huskies „ein kleiner Rückschritt zur falschen Zeit“, wie Trainer Rico Rossi einräumte.

Vertan war die Chance auf den dritten Sieg in Folge, der für deutlich ruhigeres Fahrwasser und neues Selbstvertrauen gesorgt hätte. Im Gegensatz zu einigen Spielen der jüngeren Vergangenheit aber gab es am Dienstag aufmunternden Applaus der Fans beim Abgang. 

Denn diesmal stimmten über weite Strecken Einsatz und Moral der Kasseler Eishockeycracks. Und Rossi sagte zurecht: „Auf diesem Kampfgeist und Siegeswillen können wir aufbauen.“ Schon am Freitag beim Gastspiel in Freiburg.

Tatsächlich hatten die Huskies „alles probiert, den Puck ins Tor zu bringen“ (Rossi). Aber trotz Adriano Carciolas 1:0 schon nach 19 Sekunden hatten sie im weiteren Verlauf überhaupt kein Scheiben- und Schussglück, sondern obendrein auch noch Pech. Begünstigt von Patzern der Kasseler Verteidiger direkt an Kellers Kasten, kassierten sie drei Gegentreffer aus spitzestem Winkel – „ganz unytpische Tore“, wie Rossi meinte, „und zu ganz ungünstigen Zeitpunkten“. „Dreckige Tore“, wie Braden Pimm sagte und zudem den vielen verpassten eigenen Gelegenheiten nachtrauerte.

In der aufgeheizten Stimmung des Mitteldrittels waren die Heilbronner schlichtweg cleverer und abgezockter gegen Huskies, die sich auf einen offenen Schlagabtausch einließen – statt Ruhe reinzubringen. „Die vielen fragwürdigen Strafzeiten haben das Spiel nicht entschieden, ganz klar. Aber sie haben uns entscheidend aus dem Rhythmus gebracht“, bilanzierte Patrick Klöpper nach dem Spiel.

Zur Ehrenrettung der Spielleiter Falten und Ratz aber müssen auch wir nach dem Videostudium einräumen: Adriano Carciolas erste Strafe wegen eines Checks gegen Kopf und Nacken war absolut gerechtfertigt, zu rustikal hatte der Kasseler gegen Brad Ross den Ellenbogen ausgefahren. Bei der zweiten indes, gleichbedeutend mit dem Ausschluss, bestraften sie die zweite Aktion des Kasselers, aber nicht die vorhergehende Behinderung von Carciola durch Patrick Kurz. 

Kassel Huskies verlieren 2:5 gegen Heilbronner Falken

Quelle: HNA

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