Kasseler Sportstätte

Neues Angebot: Kimm soll Eishalle vermieten statt verkaufen

Kassel. In das Ringen um den Fortbestand des Kasseler Eishockeys über den 30. April hinaus und die weitere Nutzung der Eissporthalle ist neue Bewegung gekommen. Dem Hallenbesitzer Simon Kimm wurde jetzt ein neues Angebot unterbreitet.

Eine Gruppe des Huskies-Beirats um den Baunataler Unternehmer Bernd Vogel (geo-Fennel) sowie den Unternehmensberater Edmund Schlummer (früher Bombardier) hat Hallenbesitzer Simon Kimm ein neues Angebot zur weiteren Nutzung der Halle vorgelegt.

Nicht beteiligt sind Marc Berghöfer, der Vorsitzende der Eishockey-Jugend Kassel, und Wolfgang Muster (MC-Gebäudemanagement).

Ende des vergangenen Jahres hatte die Gruppe ein erstes Angebot vorgelegt, die Halle für zwei Millionen Euro zu erwerben. Kimm forderte für die 1978 errichtete Arena jedoch fünf Millionen. Nun steht wohl nicht eine finanzielle Aufbesserung des ersten Angebots im Fokus. „Mit Zahlen hat das Ganze nichts zu tun“, sagte Vogel.

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Vielmehr geht es darum, über einen weiteren Mietvertrag mit Kimm ins Gespräch zu kommen. Vogels Ansatz: „Wir wollen versuchen, Zeit zu gewinnen, um für die sportliche Zukunft der Huskies und die Arbeitsplätze von Spielern, Trainern und Angestellten planen zu können.“ Schließlich strebe die Mannschaft den Aufstieg in die zweite Bundesliga an, aber kein einziger Sportler wisse, ob es überhaupt nach dem 30. April für ihn in Kassel weitergehen könne.

Im Gegenteil: Angesichts des auslaufenden Mietvertrages müsse er bis Donnerstag (31. Januar) die Arbeitsverträge vorsorglich zum 30. April kündigen, sagte Stefan Traut, Geschäftsführer vom aktuellen Hallenbetreiber, der Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft (KEBG). Betroffen seien bei den Huskies 20 fest angestellte Trainer und Spieler, sieben 450-Euro-Jobber (Spieler, Betreuer) sowie in der Geschäftsstelle drei Festangestellte und ein Auszubildender.

Hinzu kommen acht Angestellte in der Eissporthalle sowie 86 Aushilfskräfte. Traut berichtete, dass nun auch sein Chef, der KEBG-Gesellschafter Dennis Rossing, dessen Verhandlungen mit Eigentümer Kimm über den Hallenkauf gescheitert waren, wieder aktiv werde: „Er will versuchen, mit Herrn Kimm einen Gesprächstermin zu vereinbaren.“

Rossing selbst ist seit Wochen nicht zu einer Stellungnahme bereit. Kimm hält sich bedeckt Auch Simon Kimm hält sich bedeckt. „Derzeit gibt es von mir keine Aussage zur Hallenperspektive“, sagte der Unternehmer am Dienstag. Er hatte kürzlich verkündet, die Eissporthalle nach dem 30. April wieder in eigener Regie betreiben zu wollen – ohne Profieishockey. Offenbar angesichts neuer Entwicklungen sagte Kimm nun: „Wir haben intern unsere Planungen noch nicht abgeschlossen.“

Von Gerald Schaumburg

Quelle: HNA

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