Eishockey

Huskies heute in Freiburg: Beste Abwehr gegen besten Angriff

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Kehrt in Freiburg zurück ins Team: Huskies-Verteidiger Nick Walters.

Nach dem Null-Punkte-Wochenende wollen die Kassel Huskies heute endlich wieder drei Punkte holen: Ab 19.30 Uhr sind sie zu Gast bei den Wölfen Freiburg.  

Es ist so skurril, dass es nicht einmal Tim Kehler erklären kann. „Wir schießen die meisten Tore in der Liga, und haben dennoch das schlechteste Überzahlspiel aller Teams in der DEL2“, sagt der Trainer der Kassel Huskies. 

Und weil seine Truppe nun auch beim 3:4 in Heilbronn nicht zuletzt wegen fehlender „Entschlossenheit und Vollstreckerqualität“ im Powerplay leer ausging, hat Kehler für das Gastspiel am Dienstag bei den Wölfen in Freiburg (19.30 Uhr) vor allem einen Wunsch: „Wir müssen auch und gerade mit einem Mann mehr den Puck viel besser laufen lassen und deutlich mehr Zug zum Tor zeigen.“

Als gutes Beispiel dienen dem Coach die Heilbronner. „Auch wenn wir über weite Strecken mehr Spielanteile und bei fünf gegen fünf Vorteile hatten: Die Falken waren in den Schlüsselmomenten einfach besser als wir“, sagt Kehler. „Und es war kein Zufall, dass Nikiforuk in Überzahl ihr Siegtor erzielt hat.“

DEL 2: Am Freitag kommt Meister Ravensburg in die Kasseler Eissporthalle

Kämpferisch sei der Truppe kein Vorwurf zu machen, betont der Trainer nach der zweiten Niederlage im zweiten Spitzenspiel hintereinander. „Die Jungs haben auch diesmal wieder hart gearbeitet. Aber wir müssen daran arbeiten, in den kritischen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen.“

Was allerdings schwerfällt angesichts der Terminhatz. Schon heute folgt Teil zwei der Baden-Württemberg-Trilogie mit dem Spiel in Freiburg, am Freitag wird Meister Ravensburg in der Kasseler Eissporthalle erwartet. „Wir können natürlich nur leicht trainieren, aber für Videostudium bleibt Zeit“, erklärt Kehler gestern in Bietigheim, wo die Huskies für zwei Nächte Quartier bezogen haben.

Personelle Änderungen sind zu erwarten 

Auch personell wird der Coach angesichts von einem überzähligen Spieler auf das erste (!) Null-Punkte-Wochenende reagieren. „Nick Walters wird ins Team zurückkehren, allerdings weiß ich noch nicht für wen“, sagt Kehler. Und im Tor wird diesmal Leon Hungerecker stehen. Was aber nicht im Zusammenhang steht mit den 2 + 2 Strafminuten für Verschieben des Tores und übertriebener Härte, die Gerald Kuhn in Heilbronn kurz nach dem 4:3 der Falken kassiert hat. Natürlich seien vier Minuten Unterzahl eine schwere Hypothek für die Huskies gewesen im Mühen um den Ausgleich. „Und natürlich sollte der Jerry sich bei allem Frust besser unter Kontrolle haben“, erklärt Kehler. „Aber Emotionen sind gerade im Eishockey wichtig.“

Gleichwohl solle die Truppe heute der Strafbank fern bleiben. Schließlich sei der Tabellensiebte Freiburg trotz nur eines Sieges in den letzten vier Spielen und zwei Heimpleiten in Folge gegen Kaufbeuren (0:4) und Heilbronn (3:4 n.V.) in dieser Saison sehr viel stärker als früher. „Gegen die Wölfe war es schon immer schwer, Tore zu schießen.

Aber jetzt stellen sie die beste Abwehr der Liga.“, sagt Kehler. Also muss der beste Angriff auch Geduld zeigen heute. Wie im Hinspiel. Am 27. Oktober führte der EHC in Kassel 3:2. Bis zur 57. Minute. Dann schossen Denis Shevyrin, Lois Spitzner und Corey Trivino binnen 3:04 Minuten noch drei Treffer zum 5:3.

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Quelle: HNA

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