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Kassel Huskies spielen gegen Crimmitschau zu harmlos und kraftlos

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Von: Frank Ziemke

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Husky Brett Cameron versucht es mit einem Schuss gegen die Eispiraten Crimmitschau
Abgezogen: Husky Brett Cameron versucht es mit einem Schuss gegen die Eispiraten Crimmitschau. Scott Timmins (links) versucht, ihn daran zu hindern – allerdings vergeblich. © Dieter Schachtschneider

Heimniederlage gegen den direkten Tabellennachbarn. Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies verlieren 1:2 (0:2, 1:0, 0:0) gegen Crimmitschau.

Kassel- Harmlosigkeit in der Offensive gepaart mit nach den vielen Corona-Erkrankungen sichtbar fehlender Kraft führen im dritten Saisonspiel zur dritten Niederlage gegen die Eispiraten, die sich langsam zum Angstgegner entwickeln.

Die Chancen sind da, auch im ersten Drittel, an dessen Ende die Huskies 0:2 hintenliegen. Warum das so ist? Weil sie mit ihren Möglichkeiten zu unentschlossen umgehen. Bestes Beispiel: Der Drei-auf-Eins-Konter in der 14. Minute, an dessen Ende Oliver Granz was macht? Den einen Verteidiger anspielen, der da noch steht.

Klar, etwas Pech haben sie auch. Wie in der 2. Minute, als Fabian Ribnitzky mit seinem Schuss den Pfosten trifft. Oder bei der Doppelchance nach einem Konter (15.). Bei Mitch Wahls Schuss rauscht die Scheibe knapp rechts vorbei. Als Dieter Orendorz es Sekunden später von links versucht, lenkt Schlussmann Luka Gracnar den Puck mit einem Zucken der Schulter noch über die Latte. Insgesamt fehlen den Gastgebern aber Zielstrebigkeit und der unbedingte Wille, die Scheibe in die Maschen zu bekommen.

Crimmitschau ist da effektiver. 7. Minute: Schuss von Ty Wishart, Filip Reisnecker hält die Kelle rein – 0:1. 8. Minute: Die Huskies spielen einen Fehlpass im eigenen Drittel, Kevin Lavallee schießt direkt. Jerry Kuhn pariert, doch Thore Weyrauch verwertet den Nachschuss – 0:2.

Der Start in den zweiten Durchgang, der sieht dann aber ganz anders aus. Schon nach 30 Sekunden fällt der Anschlusstreffer. Joel Keussen spielt einen langen Pass auf Wahl, der frei durch ist und die Scheibe unter die Latte und ins Tor knallt. Ein Treffer für mehr Selbstvertrauen. Kassel ist jetzt auch besser im Spiel. Aber es gelingt weiter viel zu selten, vor Gracnars Tor richtig Feuer zu entfachen. Das gilt vor allem einmal mehr bei zwei Überzahlsituationen, die eine große Schwäche der Huskies bleiben. Zu statisch. Zu einfallslos. Bei einem Konter muss Kuhn einmal sogar Kopf und Kragen riskieren (35.), um Mathieu Lemay zu stoppen.

Kassels Schlussmann verhindert dann in der 38. Minute erneut das 1:3 – denn es gibt Penalty. Patrick Pohl wird beim Torschuss von Ribnitzky gefoult, läuft jetzt zum zweiten Mal an – aber bringt die Scheibe nicht am coolen Kuhn vorbei.

Er hält sein Team im Spiel. Es ist im Schlussdrittel erneut Wahl, der die erste Chance zum Ausgleich hat. Nach Keussens Querpass scheitert er aus spitzem Winkel an Gracnar. Keussen selbst wird etwas später bei einem Solo im letzten Moment gestoppt. Das Bemühen ist da. Stephan Tramm gibt den nächsten Schuss ab. Doch die Uhr läuft unerbittlich. In der 52. Minute bekommen sie dann die große Chance. 91 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Aber Überzahl und die Huskies, das will einfach nicht passen. Zwei Schüsse von Jamie MacQueen. Einer rechts vorbei. Einer links vorbei. Das war´s. Und das war es auch für die Gastgeber, denen am Ende sichtbar Kraft und Ideen für eine Wende fehlen.

Der Liveticker zum Nachlesen

SR: Becker/Steingross, Z: 1459, Tore: 0:1(6:36) Reisnecker (Wishart, Feser), 0:2 (7:09) Weyrauch (Lavallée, Walsh), 1:2 (20:30) Wahl (Keussen Kuhn), , Strafminuten: Kassel 2 - Crimmitschau 8.

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