250 Zuschauer

Schautraining der Kassel Huskies: Spieler machten Purzelbäume auf dem Eis

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Der neue Torjubel? Gut sieht es auf jeden Fall aus, wenn sich die Huskies über das Eis rollen. Gestern beim Schautraining musste die Verlierermannschaft des Penaltyschießens die alte Schulsportübung wieder auspacken. 

Kassel. Der neue Jubel nach Heimsiegen steht schon vor dem ersten Duell in der Eissporthalle fest. Laola war einmal. Ab sofort werden die Spieler der Kassel Huskies ihre Erfolge mit Purzelbäumen feiern.

Das könnte man zumindest meinen, war man einer der rund 250 Zuschauer beim Schautraining des Zweitligisten gestern. Zum Abschluss duellierten sich Michi Christ, Alex Heinrich und Co. im Penaltyschießen – und die Verlierer legten die alte Schulsportübung auf ungewohntem Untergrund hin. Die Fans freute es. Sportredakteur Gerald Schaumburg, der die Veranstaltung unterhaltsam und launig moderierte, machte darin direkt einen neuen Jubel aus – und forderte dennoch Laola, als die Spieler wieder vom Eis gingen.

Davor hatte Schaumburg schon den einen oder anderen Husky zum Interview am Mikrofon. Und es wurde deutlich: Die Huskies sollen zukünftig noch mehr im Herzen sein, die Fans sollen noch mehr einbezogen werden – das gilt als Maßgabe für die kommenden Jahre.

1200 bis 1300 der Huskies-Anhänger hätten bislang eine Dauerkarte gekauft, sagte Geschäftsführer Joe Gibbs. Das sei eine ähnliche Zahl wie im Vorjahr, er hoffe aber noch auf insgesamt 1500. Und dann gab es eine verbale Führung durch das Huskies-Universum. Ein Bauantrag für die zweite Eisfläche wurden noch nicht abgegeben. Dass alles auf einem guten Weg sei, diese Aussage kenne man nun zur Genüge, merkte Schaumburg an. Gibbs bleibt zuversichtlich.

Ein neuer Husky: Nick Walters präsentierte sich beim Schautraining in der Eissporthalle. Spucken klappt auf jeden Fall schon ganz gut.

Der Geschäftsführer erwartet nicht unbedingt ein Wettrüsten, nachdem der Aufstieg zur Saison 2021/22 wieder eingeführt wurde. Er sieht aber verschiedene Vereine, die diesen Sprung durch Geld, Leistung und eine passende Halle am Ende packen können. Für die Fans sei die Chance des Aufstiegs enorm wichtig.

Auf einem guten Weg ist neben der zweiten Eisfläche auch Manu Klinge. Der Kapitän, Teammanager und selbst ernannte Eismeister gab nach seiner schweren Verletzung ein bisschen was aus seiner Gefühlswelt preis. „Eine gewisse Zeit habe ich wenig Fortschritte gemacht. In den vergangenen zweieinhalb Monaten waren es mehr. Körperlich geht es mir wieder viel besser.“ Es sei sein größter Wille, wieder aufs Eis zurückzukehren. Und er wisse, dass nur wenige Spieler nach so einer Verletzung überhaupt die Chance dazu haben.

Bleibt der Trainer: Rico Rossi berichtete zunächst, dass sich Mike Little gegen Bad Nauheim verletzt hat. Er fehlte gestern. Am Wochenende mit dem Derby in Frankfurt am Freitag und dem Heimauftakt gegen Bad Tölz am Sonntag soll er aber wieder dabei sein. Überrascht habe ihn bislang kein Spieler, sagte der Trainer. „Weil ich weiß, dass alle gut sind.“ Seinen neuen Torwart Marcel Melichercik sieht er sogar als besten der Liga. Deswegen sei es auch kein Problem, dass für ihn ein Ausländerplatz vergeben wird.

Nach der Meisterschaft 2016 und viel Fluktuation soll nun Konstanz in den Kader einkehren, sagte Rossi. Wie so ein Meisterpokal aussieht, davon durften sich später noch Greta (3), ihre Schwester Martha (6) und Lotte (11) aus Kassel sowie Tabea (7) aus Ahnatal überzeugen. Sie wurden von Rossi unter anderem durch die Kabine, den Physio- und Kraftraum geführt. Bei den Kindern zeigte sich der Trainer von seiner ganz warmherzigen Seite.

Schautraining der Kassel Huskies in Bildern 

Quelle: HNA

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