Kassel Huskies: Rückfall in die Steinzeit - ein Kommentar

Kassel. Ärger um die Huskies-Zukunft: Eigentlich sollten am Freitag die Möglichkeiten präsentiert werden, wie  der Betrieb einer höherklassig spielenden ersten Eishockey-Mannschaft in einer Kapitalgesellschaft (KG) geregelt werden könne. Doch das fand nicht statt. Ein Kommentar.

Der Ansatz ist im Sinne von Basisdemokratie vernünftig, auch der Zeitpunkt. Denn zu Recht fragt Marc Berghöfer die Mitglieder schon jetzt, wie es mit dem Verein der Eishockey-Jugend ab Mai weitergehen kann.

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Um sich zu wappnen für die Zeit, wenn die Kooperation des Klubs mit dem Eissporthallen-Betreiber KEBG als Untermieter ausläuft. Wenn auch der Vertrag zwischen Halleneigentümer Simon Kimm und Pächter Dennis Rossing ausgelaufen ist. Doch die elementare Frage, was mit der EJK geschieht, mit wem sie wie zusammenarbeiten kann, wenn Rossing eben nicht - wie geplant - die Halle von Kimm kaufen wird, diese Frage stellte Berghöfer nicht öffentlich.

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Vielmehr ließ der Klubchef über vage, unausgegorene Konzepte diskutieren, trug nicht mit sachlichen Informationen bei, sondern mit Polemik - die von der anderen Seite prompt erwidert wurde - und dem unbelegten Vorwurf der Lüge.

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Und so war die klarste Erkenntnis dieses Rückfalls in die zwischenmenschliche Steinzeit, dass das Tischtuch zwischen Klubchef Berghöfer, dem Hallenbetreiber und Rossing vollends zerschnitten ist. Statt derart unvorbereitet in die Öffentlichkeit zu gehen, hätten die EJK-Macher ihre Hausaufgaben erledigen und intern ganz sachlich zwei, drei, vier Modelle präsentieren sollen. Diesen Auftrag nun umzusetzen, das wird nach diesem Tag nicht leichter. Aber es muss sein.

Von Gerald Schaumburg

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Quelle: HNA

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