Auch strukturelle Änderungen

Personalkarussell bei den Huskies: Stürmer bleibt, Co-Trainer geht, Käpitan wird Teammanager

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Der Co-Trainer geht: Hugo Boisvert verlässt die Kassel Huskies.

Kassel. Kassel. Nicht einmal fünf Wochen nach dem Viertelfinal-K.o. haben die Huskies die vergangene, enttäuschende Zweitliga-Runde abgehakt und gehen die fünfte Eishockeysaison im Rahmen ihres Fünfjahresplans mit neuer Struktur, neuen Zielen und neuem Personal an.

Aktualisiert um 18.20 Uhr - Die Kasseler meldeten am Donnerstag nicht nur den Verbleib von US-Boy Sam Povorozniouk (23) auf der vierten, letzten Ausländerposition, Geschäftsführer Joe Gibbs gab außerdem Fakten zur Runderneuerung bekannt. „Wir müssen und wir wollen uns verbessern“, erklärte Gibbs, „unser Ziel ist und bleibt die DEL. Um das erreichen zu können, stellen wir uns professioneller auf.

Video: Joe Gibbs über den Wandel bei den Huskies

Die sechs Kernpunkte des Wandels:

Sport: 

Sam Povorozniouk: „Es ist großartig, dass Povo in der nächsten Saison ein Husky bleibt“, sagt Trainer Rico Rossi. „Er ist erst mit 23 noch ein junger Stürmer mit riesigem Potenzial, aber auch schon erfahren. Wir wollen mit ihm gemeinsam den Weg gehen in eine Topliga.“

Manuel Klinge: Der Kapitän ist als Teammanager die neue rechte Hand von Trainer Rossi. Der 33-Jährige arbeitet nach einer Knieverletzung an seinem Comeback, wird aber als Bindeglied zwischen Trainer und Team fungieren – auch über den Sommer hinaus. „Ich freue mich auf diese Aufgabe, werde in der Organisation anpacken, mich um Autos, Wohnungen und Behördengänge kümmern, den Spielern die Konzentration auf den Sport erleichtern“, sagt „Manu“. Wie es sportlich mit ihm weitergehe, „das ist derzeit schwer abzuschätzen“.

Hugo Boisvert: Klinge zieht ein in Rossis Büro, der bisherige Co-Trainer aber wurde am Donnerstag verabschiedet. „Hugo kam vor drei Jahren für mich als Fremder, nun geht er als ein sehr guter Freund, für dessen tolle Arbeit ich mich von Herzen bedanke“, erklärte Rossi, der fortan („wie früher“) auf einen klassischen Assistenten verzichten wird. „Hugo hat sich riesig entwickelt, ist fit für einen Job als Chefcoach.“ Wo dies sein wird, wollte Boisvert auf Anfrage am Donnerstag noch nicht preisgeben.

Geschäftsführung:

Michael Scholtyssek: Als langjähriger Fan und leitender Mitarbeiter von Sponsor Volkswagen-OTLG dem Eishockey bereits eng verbunden, engagiert sich der 66-Jährige nun intensiv an der Seite des weiterhin geschäftsführenden und somit verantwortlichen Gesellschafters Joe Gibbs.

Zweite Eisfläche: Noch immer ist das Projekt zweite Eisfläche nicht über „gute, intensive Gespräche mit der Stadt Kassel“ hinausgekommen. „Aber der Kontakt ist eng und wir versuchen, dieses Thema voranzubringen“, erläuterte Scholtyssek. Denn: „Ohne zweite Fläche wird es zukünftig imJugendbereich nicht gehen.“ Außerdem solle die Kooperation mit der Eishockey-Jugend intensiviert werden. Gibbs: „Huskies und EJK sollen enger zusammenrücken.“

Fanbetreuung: „Die Huskies sind eine Topadresse über die Region hinaus“, sagt Scholtyssek, „nicht zuletzt dank ihrer tollen Fankultur.“ Damit das so bleibt und im Idealfall noch eine Steigerung erfahre, werde der Kontakt zu den Anhängern verstärkt, die Zusammenarbeit intensiviert, versprach der Neue.

Sponsoring: Burkhard Walter soll bei der Sponsorenbetreuung und Akquise weitere Unterstützer bekommen – neben Gibbs und Scholtyssek, die ebenfalls im Vertrieb anpacken. „Wir müssen diesen Bereich optimieren“, sagt Gibbs. „Wir müssen unsere wirtschaftliche Basis erweitern, wenn die DEL ein Ziel sein soll“, sagt Scholtyssek.

Außendarstellung: „Unser Erscheinungsbild muss besser werden“, weiß Gibbs. Nach der Rückkehr von David Nolte zum Deutschen Eishockey-Bund soll das ehrenamtliche Medienteam neu ausgerichtet werden. Dafür stehen zunächst Christoph Steinbach, der die Kommunikation bei VW-OTLG verantwortet, und beratend Horst Seidenfaden, früherer HNA-Chefredakteur.

Video: Trainer Rossi über die Saisonplanung

Quelle: HNA

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