Auswärtssieg für Schlittenhunde

Huskies glänzen beim 7:2 gegen die Starbulls in Rosenheim

Freude nach dem 0:2: Torschütze John Zeiler (von links) mit Mike Collins, der die Vorarbeit leistete, Marco Müller und Alex Heinrich, der später ebenfalls zweimal erfolgreich war. Foto: Fehrmann

Rosenheim. Das war die beste Reaktion auf die bittere Derby-Niederlage gegen Frankfurt am vergangenen Wochenende: Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies haben mit einer bärenstarken Leistung einen sensationell deutlichen 7:2 (3:1, 2:0, 2:1)-Sieg beim Tabellenzweiten Starbulls Rosenheim gelandet.

Den Grundstock setzten die Huskies mit einem furiosen Start. Die Gäste, bei denen Manuel Klinge nach seiner Verletzungspause erstmals wieder dabei war, legten los wie die Feuerwehr und überraschten die Gastgeber komplett. Nach nicht einmal elf Minuten führten sie 3:0. Richtig gut sah das aus, wie sich Kassel die Verwirrung der Gastgeber zunutze machte. Die frühe Führung durch das Überzahltor von Michi Christ (5.) brachte zusätzliche Sicherheit.

So zeigten die Kasseler einmal mehr ihre Konterqualitäten. Zunächst zog Mike Collins in Unterzahl auf und davon, legte zurück auf John Zeiler - und es stand 0:2 (9.). Dann fuhr Daniel Kunce einen unwiderstehlichen Gegenstoß aus dem eigenen Drittel und schloss mit dem 3:0 ab (11.). Neuzugang Eric Stephan traf zudem den Pfosten.

Erst nach diesem Rückstand erholten sich die Starbulls langsam vom überfallartigen Kasseler Spiel. Und nach dem 3:1 (15.) durch einen Schlenzer von Timothy Kunes, bei dem Huskies-Torhüter Mika Järvinen die Sicht verdeckt war, erhöhten die Gastgeber langsam den Druck. Doch Hoffnungen auf eine Wende machten die Huskies in Person von Alex Heinrich im zweiten Drittel bald zunichte. Ebenfalls mit einem Schlenzer erzielte der Verteidiger sein erstes Saisontor (24.). Und weil solche Erfolgserlebnisse einfach Spaß machen, legte der 27-Jährige noch einen Treffer nach. In der 39. Minute schloss er ein feines Solo mit dem fünften Treffer ab.

Dazwischen lag eine kurze Rosenheimer Drangphase, bei der Mika Järvinen im Mittelpunkt stand. Zunächst, weil der Finne einige Paraden zeigte, dann, weil er von Maximilian Vollmayer übermotiviert an der Bande gecheckt wurde. Es folgte eine Keilerei sowie eine Spieldauer gegen den Rosenheimer. Huskies-Verteidiger Matt Tomassoni kassierte zudem zehn Minuten. Die Partie aber, die war entschieden. Daran endete auch das schnelle Tor der Gastgeber durch Gottwald zu Beginn des Schlussdrittels nichts. Zeiler mit seinem zweiten Tor und Austin Wycisk besiegelten den glanzvollen Sieg.

Von Thomas Neumeier

SR: Hunnius (Berlin), Tore: 0:1 (4:15) Christ (Heinrich - 5:4), 0:2 (8:03) Zeiler (Collins - 4:5), 0:3 (10:22) Kunce (Meilleur), 1:3 (14:55) Kunes (Fischhaber, Hofbauer), 1:4 (23:34) Heinrich (Habermann), 1:5 (38:03) Heinrich (Zeiler - 4:4), 2:5 (42:01) Gottwald (Kritzenberger), 2:6 (49:57) Zeiler (Carciola), 2:7 (59:50) Wycisk (Patocka) 19:50, Strafminuten: Rosenheim10 + 10 Kritzenberger + 5 + Spieldauer Vollmayer - Kassel 14 + 10 Tomassoni.

Quelle: HNA

Kommentare