Nach 4:2 in Duisburg

Huskies gehen selbstbewusst ins Nauheim-Derby

Stellte die Weichen auf Sieg: Petr Sikora (vorn) traf in Duisburg zum wichtigen 3:2, am Sonntag gibt’s für ihn ein Wiedersehen mit dem Nauheimer Marius Pöpel (hinten). Archivfoto: Fischer

Kassel. „In dieser Besetzung mit acht DEL-Nachwuchsspielern ist Duisburg genauso gut wie unsere hessischen Rivalen.“ Mit dieser Einschätzung konnte sich Trainer Uli Egen am Donnerstag nicht nur über den 4:2-Erfolg seiner Huskies bei den Füchsen freuen.

Sondern auch über eine optimale Einstimmung der Mannschaft auf die Hessenderbys mit dem EC Bad Nauheim vor heimischer Kulisse (Sonntag, 18.30 Uhr) und am kommenden Freitag (19.30 Uhr, beides live auf Radio HNA und als Ticker) gegen die Löwen auswärts in Frankfurt.

„Wer ein solches Duell dank großer taktischer Disziplin gewinnt und in der Abwehr so stark steht, dass Torwart Benny Finkenrath über 40 Minuten fröstelt, der kann selbstbewusst gegen die Roten Teufel antreten“, sagte Egen.

Gegen einen Gegner freilich, der nicht so viele (ungenutzte) Kasseler Torchancen zulassen wird wie die Füchse im ersten Drittel und auch am Ende präsenter sein wird als die Duisburger bei den späten Huskies-Treffern durch Petr Sikora (57:06) und Danny Albrecht (59:34), der ins verwaiste Tor traf.

„Nauheim wird sehr körperbetont auftreten“, erklärt Doppel-Torschütze Albrecht und erwartet „ein enges Duell mit viel Über- und Unterzahlspiel in einer ganz heißen Atmosphäre“. Ein Derby, wegen dem am Donnerstag nach dem Spiel nicht einmal sein 28. Geburtstag gebührend gefeiert wurde. „Ein Radler haben wir auf der Heimfahrt getrunken, das war’s“, berichtet der starke Neuzugang und beschreibt „Cleverness und Erfahrung“ als Trümpfe dieser Huskies.

Die haben seit Albrechts Kommen noch kein Spiel verloren. Und, ein weiteres gutes Omen: Bei Albrechts erstem Einsatz im Kasseler Trikot gab’s kurz vor Weihnachten einen 3:2-Sieg gegen die Kurstädter, als Sven Valenti in der Verlängerung traf.

Seither haben die Nauheimer drei Neue geholt: Aaron Reckers (23, Dresden und Chemnitz), Josiah Anderson (26, inaktiv, früher Hannover Indians) und Daniel Huhn (26, zuletzt Buchloe, früher Duisburg), der im Oktober 2011 auch schon mal in Kassel mittrainiert hat. „Mit Firsanov nach Freiburg einen Abgang, drei Zugänge – das bringt auch eine gehörige Portion Unruhe ins Team. Für die Spieler, die kommen, müssen andere weichen und werden nicht happy sein, auf der Tribüne zu sitzen. Also ich bin gespannt, ob solche personelle Veränderungen in dieser Phase das Gelbe vom Ei sind“, sagt Egen.

Von Gerald Schaumburg

Quelle: HNA

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