Adriano Carciola wird zum Helden

Entscheidung in letzter Sekunde: Kassel Huskies mühen sich zum 2:1 gegen Kaufbeuren

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Kämpfender Siegtorschütze: In dieser Szene behakt sich Kassels Adriano Carciola (rechts) mit Kaufbeurens Jonas Wolter. Später trifft er zum 2:1-Endstand.

Kassel. Die Kassel Huskies haben in der heimischen Eissporthalle den ESV Kaufbeuren mit 2:1 besiegt. Die Entscheidung fiel erst in letzter Minute.

In Überzahl nach einem Wechselfehler der Gäste traf er aus dem Halbfeld ganz präzise in den rechten Giebel zum verdienten 2:1 (1:1, 0:0, 1:0) gegen den ESV Kaufbeuren. War das eine Erlösung, die sich im Torschrei der 3000 Fans entlud.

Angesichts der drei Nullnummern zuvor legten die Hausherren von Beginn an großen Wert auf gute Defensivarbeit. Und da auch die Gäste ihre Kasten verrammelten, begann die Partie unspektakulär, teilweise gar zerfahren. Und mit einem neuerlichen Rückschlag für die Huskies, die diesmal wieder mit Maginot an der Seite von Wisniewski antraten und mit Keller im Tor. Schon das erste Überzahlspiel - es blieb das einzige im gesamten Spiel - nutzte der ESVK nach feiner Kombination durch Laaksonen zum 0:1 (8.). Doch nur 69 Sekunden später stand es 1:1: Pimm kam über die linke Seite, nahm Meilleur mit, und im Nachschuss traf Evan McGrath (9.).

Erst jetzt bissen sich die Huskies mit nur drei Sturmreihen langsam ins Spiel. Agierten sie bis dahin häufig zu kompliziert und eng, so traten sie nun weiträumiger auf und intensivierten das Laufspiel. Die Folge: Allmählich übernahmen die Hausherren die Regie. Und: Nun zeigten sie auch Spielkultur und etliche gelungene Kombination. Nur: Vor dem Tor von Kucis war Endstation. McGrath, Lambacher, Klöpper, Wisniewski mit einem Solo und zwei Schlagschüssen sowie Meilleur mit freier Bahn vor dem Zerberus – sie alle gingen selbst in Überzahl leer aus.

2:1 gegen Kaufbeuren – Huskies stoppen Negativserie

Als auf der anderen Seite urplötzlich der Puck nach einem Querschläger in Kellers Kasten zappelte, da bestätigte der Videobeweis die ursprüngliche Entscheidung der Schiedsrichter: Kein Tor, Schmidle hatte mit hohem Stock agiert (33.). Und als kurz darauf Keller gegen de Paly parierte, war das schon die letzte Torchance der Gäste. Nach 36 Minuten!

Denn es folgte ein einziger Sturmlauf der Huskies. Ein ums andere Mal rannten sie an. Doch was sie auch versuchten – es blieb erfolglos. Schon zehn Sekunden nach dem Beginn des Schlussdrittels hatten Meilleur zweimal und Maginot das 2:1 auf dem Schläger, doch Kucis war zur Stelle. Es spielte nur noch ein Team. Und selbst gegen das nun plötzlich offensive Forechecking der Allgäuer fanden die Kasseler ein Mittel.

Die größten Chancen, den Bann endlich zu brechen, hatten Della Rovere (53.) und Klöpper (54.). Der eine ließ ein Solo ungekrönt, der andere hatte nach einem Fehlpass freie Bahn. Der Puck ging einfach nicht rein. Bis Adriano Carciola endlich ins Schwarze traf.

Schiedsrichter: Brill, Hertrich
Zuschauer: 3168
Tore: 0:1 (7:23) Laaksonen (Karevaara - 5:4), 1:1 (8:32) McGrath (Meilleur, Pimm), 2:1 (59:50) Carciola (Wisniewski, Meilleur - 5:4)
Strafminuten: Kassel 2, Kaufbeuren 16.

Der Ticker zum Nachlesen

Live Blog EC Kassel Huskies - ESV Kaufbeuren
 

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Quelle: HNA

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