Eishockey

Huskies ohne verletzten Mueller heute nach Dresden

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Der nächste Ausfall: Richie Mueller muss wegen einer Gehirnerschütterung pausieren. Mit 13 Toren und 16 Vorlagen ist er Nummer vier der internen Scorerliste. 

Die Hatz der Huskies geht weiter: Schon heute gastieren die Kasseler Eishockeyspieler um 19.30 Uhr bei Rico Rossis Eislöwen in Dresden.

  • Trainer Tim Kehler ist mit dem Auftritt der Huskies a, Sonntag nicht zufrieden.
  • Das Viertelfinale ist für die Huskies in Reichweite.
  • Als nächster Gegner stehen die Eislöwen aus Dresden an.

Die kraftsparende Anreise nach Bad Tölz schon am Samstag – verpufft. Die gute Ausgangslage nach einem starken ersten Drittel – ungenutzt. Den durchaus möglichen Sieg – beim 1:3 hergeschenkt. 

Nein, mit dem Auftritt seiner Huskies am Sonntag konnte Tim Kehle r nicht zufrieden sein. „Wir haben nicht hart genug gearbeitet, waren nicht geradlinig und zielstrebig genug“, bilanzierte Kassels Eishockey-Trainer den Mangel an Biss und Effektivität seiner Truppe.

Auswärtsspiel gegen Eislöwen Dresden stimmt Trainer nachdenklich

Nachdenklich stimmt den Coach mit Blick auf das nächste Auswärtsspiel schon heute bei Rico Rossis Eislöwen in Dresden (19.30 Uhr), „dass uns solche Spiele leider zu oft in dieser Saison passieren“. 

Das allerdings sieht sein Tölzer Pendant Kevin Gaudet als Klagen auf hohem Niveau. „Ich hatte es viel leichter, meine Jungs zu motivieren. Gegen den Spitzenreiter ist jeder an der Ehre gepackt. 

Ich weiß aus meiner Bietigheimer Zeit, wie schwer es für Tim ist, diese Huskies in jedem Spiel wieder neu zu 101 Prozent heißzumachen“, sagte Gaudet.

Gleichwohl sind die Kasseler schon heute gefordert, wieder gewohnten Biss zu zeigen. „Dresden wird nicht minder heiß sein darauf, uns zu schlagen. 

Viertelfinale ist in Reichweite

Das Team hat das Viertelfinale in Reichweite, aber auch das Gespenst der Abstiegsrunde über sich“, sagt Kehler, was die Eislöwen inspirieren wird, aber auch wie sie zu knacken sind: „Wir müssen defensiv so entschlossen und kompakt auftreten wie gegen Bayreuth.“ 

Nur so seien die 1,75 m „kleinen“, aber ungemein flinken Mario Lamoureux (17 Tore + 32 Vorlagen), Nick Huard (17 + 26) und Dale Mitchell (19 + 22) sowie der lange Jordan Knackstedt (14 + 34) zu stoppen.

Kehlers Hoffnung auf mehr Durchschlagskraft im Angriff allerdings erhielt in Bad Tölz einen herben Dämpfer. Kaum ist Austin Carroll wieder zurück, hat es nun Richie Mueller mit einer Gehirnerschütterung erwischt. 

Er wird einige Spiele verpassen. Ob das zumindest nominell durch einen weiteren Förderlizenzler aus Wolfsburg neben Eric Valentin kompensiert werden kann, wird erst kurzfristig entschieden. Ansonsten bleibt es angesichts der weiteren Ausfälle von Dinger, Walters, Klöpper und Gedig bei sechs Verteidigern und elf Stürmern.

Eislöwen können nur mit einer Topleistung gegen die Huskies ankommen

„Das ist dann aber immer noch ein breiter und starker Kader“, sagt dazu Rico Rossi. Nur zu gut weiß Dresdens Ex-Kasseler an der Bande, „dass die Huskies mit vier Reihen und viel Druck komplett die gleiche Taktik durchziehen. Mit starken Torhütern kassieren sie die zweitwenigsten Gegentore. Sie sind von uns nur an einem guten Tag mit einer Topleistung zu packen“.

Das hat bislang bei drei Versuchen noch kein einziges Mal geklappt. 3:7, 1:4 und 3:6 haben seine Eislöwen gegen die Huskies verloren, „es wird also höchste Zeit, dass wir jetzt endlich einmal gewinnen“. Dafür, weiß Rossi, „dürfen wir nicht schon wieder so viele Gegentore kassieren“. 

Die Torhüter Marco Eisenhut mit 88,84 Prozent Fangquote und Florian Proske (87,71) sind abgesehen von Glanztagen allenfalls Durchschnitt, die Defensive ist die löchrigste der Liga. Und mit 7,34 Toren pro Spiel (131:148 in 38) bieten die Sachsen viel Spektakel – übertroffen nur von Heilbronn (7,83).

Genau da will Trainer Kehler ansetzen. Und hofft dann darauf, „dass sich die Tiefe im Kasseler Kader und die Übernachtung in Bad Tölz auszahlen“. Schon heute, spätestens aber in den Spitzenspielen am Freitag in Frankfurt und am Sonntag gegen Freiburg.

Quelle: HNA

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