Huskies bleiben Siebter

Happy End nach Nervenschlacht: Kassel Huskies holen zwei Punkte in Freiburg

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Corey Trivino (l.) brachte Richie Mueller und den anderen Huskies den Sieg im Penaltyschießen.

Am Ende einer wahren Nervenschlacht gab es dann noch ein kleines Happy End für die Huskies. Immerhin zwei Punkte holten sie am Sonntag beim so hart erkämpften 2:1 in Freiburg.

Und das nach einer Zitterpartie (0:1, 0:0, 1:0 / 0:0 / 1:0), die erst von Corey Trivino im Penaltyschießen beendet wurde. Zwei Zähler, mit denen Rang sieben behauptet und der Vorsprung zum Elften auf sieben Zähler ausgebaut wurde.

Nach der Pleite vom Freitag (Video unten) hatte Trainer Tim Kehler das Kasseler Team umgekrempelt. In der Abwehr kamen Jannik Woidtke neben Derek Dinger und Mike Little neben Alex Heinrich zum Einsatz, nicht dabei waren Andy Reiss und Neil Manning. Im Angriff blieben einige Pärchen beisammen, doch mehrere Außen tauschten die Positionen.

Allein – es änderte sich zunächst nichts. Nur zweimal brachten die Gäste den Ex-Kasseler Jimmy im Wölfe-Tor in die Bredouille. Auch im Duell der offensiv schwächsten DEL2-Teams ließen die Nordhessen allein im ersten Drittel fünf Minuten in Überzahl ungenutzt verstreichen – 60 Sekunden davon sogar mit zwei Mann mehr. Da waren die Breisgauer deutlich effektiver. Huskies-Kapitän Alex Heinrich hatte kaum auf der Sünderbank Platz genommen, da war Ryon Moser schon zur Stelle, gewann in der neutralen Zone ein Bully, stürmte voran und erzielte binnen 17 Sekunden das 1:0.

Nach knapp sieben Minuten der nächste Rückschlag für die Kasseler, die diesmal aber in der Defensive beherzt und körperbetont auftraten. Was sich auszahlen sollte, denn – immerhin sie kassierten keine weiteren Gegentreffer, ließen nach acht im ersten Drittel auch nur elf Torschüsse im zweiten zu. Auch weil Torwart Leon Hungerecker erneut tadellos agierte. Im Angriff aber bissen sie sich trotz einer Drangphase von der 23. bis zur 35. Minute die Zähne aus am Freiburger Bollwerk. So scheiterten auch Sebastien Sylvestre und Toni Ritter bei einer Doppelchance an Hertels Schonern und der Fanghand (31.). Zehn Torschüsse weist die Statistik für die Kasseler allein im zweiten Durchgang aus, doch sie gingen torlos ins Schlussdrittel.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Kasseler nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Platz elf, der ersten Position in der Abstiegsrunde. Denn Crimmitschau feierte bereits den Sieg im Sachsenderby gegen Dresden und hatte dabei wiederum sechs Treffer erzielt, auch Bayreuth führte gegen Deggendorf - 4:0 (22.).

Dann aber wurde dieser Eishockey-Abend endlich turbulent. Zunächst in Bayreuth. Dort startete Deggendorf eine furiose Aufholjagd, machte aus einem 0:4 ein 4:4 (39.) und dank Bindels Treffer sogar ein 5:4 (42.). Und die Huskies? Sie fanden endlich das Loch in der Freiburger Stadtmauer. Sam Povorozniouk erzielte mit seinem neunten Saisontor den ersehnten Ausgleich. 1:1 nach 47 Minuten, und es war wieder alles drin.

Die Nervenschlacht spitzte sich weiter zu. Denn mehr Tore fielen in Freiburg nicht, auch nicht in der Verlängerung. Ein Punkt, der so wichtig sein kann am Ende, war den Huskies sicher. Und es wurden sogar zwei. Denn als einziger von insgesamt sechs Schützen versenkte nun Trivino den Puck im Netz. Jubel bei den Huskies, auch weil nicht nur Dresden und Heilbronn unterlagen, sondern auch Bayreuth. Weitaus spektakulärer allerdings - 6:7.

Von Benjamin Resetz

Schiedsrichter: Kapzan/Vogl.

Zuschauer: 1614

Tore: 1:0 (6:36) Moser (Kauppila - 5:4), 1:1 (46:17) Povorozniouk (Walters, Ritter), 1:2 (65:00) Trivino (Penalty)

Strafminuten: Freiburg 8, Kassel 8.

Das 4:8 der Huskies gegen Crimmitschau im Video:

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Quelle: HNA

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