Mit Karjalainen im Kasten

Löwen Frankfurt gegen Kassel Huskies im Hessenderby: Für Spannung ist gesorgt

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Drei starke Löwen: Frankfurts Vorlagenkönig Nils Liesegang (37 Pässe + 18 Tore), Torwart Antti Karjalainen und Stürmer Brett Breitkreuz (19 + 16) – von links. 

Kassel. Für Spannung ist gesorgt, wenn die Huskies am Freitag um 19.30 Uhr zum vierten, letzten Hauptrunden-Derby die Löwen empfangen.

Und das, obwohl die Kasseler als Vierter der zweiten Eishockey-Liga schon neun Punkte und 14 Tore Rückstand haben auf die drittplatzierten Frankfurter.

Denn: Alle bisherigen Hessenduelle wurden mit nur einem Tor Differenz entschieden. Am Main siegten einmal die Löwen (5:4) und einmal die Huskies (4:3 n.V.), an der Fulda gab’s ein 4:3 in regulärer Spielzeit.

„Das Derby-Wochenende wird ein Vorgeschmack auf die Playoffs“, sagt Trainer Paul Gardner, der mit den Löwen am Sonntag dann das Team der Stunde aus Bad Nauheim (6.) empfängt. Das Besondere diesmal für Gardner: „Wir können auch in den K.o.-Runden auf unsere beiden Rivalen treffen.“ Gegen Nauheim sogar schon im Viertelfinale, wenn beide in den restlichen vier Hauptrundenspielen ihre aktuellen Platzierungen behaupten.

Da alle drei Hessenteams noch um die beste Playoff-Grundlage kämpfen, „wird vor allem Kassel auf eigenem Eis alles daran setzen, wichtige Punkte einzufahren und Selbstvertrauen zu sammeln“, so Gardner. Schließlich können die Kasseler mit einem Dreier vorzeitig die direkte Viertelfinalqualifikation in den ersten Sechs klarmachen.

Die Frankfurter kommen mit dem Selbstvertrauen aus acht Siegen in den letzten zwölf Spielen (Kassel 7 von 13), aber ohne drei oder vier Stammkräfte. Die Torhüter Proske und Weitzmann sind ebenso verletzt wie Stürmer Vladi Filin, beim Ex-Kasseler Eric Stephan stehen die Chancen auf einen Einsatz 50:50.

Insbesondere im Kasten haben die Löwen – wieder einmal – eklatante Probleme. Der einstige Husky Florian Proske hat aufgrund einer Adduktorenverletzung nur 13 Spiele bestritten, Hannibal Weitzmann wegen einer Unterkörperverletzung lediglich 20. Der eigentliche Stammkeeper Brett Jaeger kommt nach einer komplizierten Rücken-OP nur langsam wieder auf die Beine.

Die Folge: Der derzeit eingesetzte Antti Karjalainen ist bereits der fünfte Mann im Löwen-Tor in dieser Saison. 22 Jahre jung ist der Finne, kam erst am 24. Januar vom Erstligisten Hämeenlinna und setzt eine Frankfurter Tradition mit Jukka Tammi (1996 - 99) und Antti Ore (2014/15) fort. Bei einer Fangquote von 90,6 Prozent (Kassel: Pantkowski 91,84; Keller 91,05%) avancierte er sofort zu einem großen Rückhalt, mit dem fünf Spiele in Folge gewonnen wurden. Aber auch Karjalainen war am vergangenen Sonntag machtlos, als ihm die Wölfe Freiburg nur zwei Tage nach ihrem 3:0 gegen Kassel beim 4:1 in Frankfurt vier Pucks einschenkten.

Größte Stärke der Löwen ist ohnehin die Offensive. Mit 4,04 Toren pro Spiel (Huskies 3,54) und insgesamt 194 Treffern verfügen sie über besten Angriff und mit 25,6 Prozent Erfolgsquote (Kassel 20,4% / 3.) auch über das beste Powerplay.

Quelle: HNA

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