Huskies: Zufriedenheit trotz Derby-Niederlage

Kassel. 3:5 verloren vor eigenem Publikum im hessischen Derby gegen Frankfurt - früher hätte das im Kasseler Eishockey eine mehrtägige Depression bei Fans wie Spielern nach sich gezogen. In den Zeiten des Neubeginns aber verdirbt auch das rund um die Huskies niemanden die Laune.

Die Kasseler Anhänger in der mit 6062 Besuchern nahezu ausverkauften Eishalle feierten ihre Mannschaft auch so nach der Partie mit tröstenden Gesängen. Und der Trainer? Der sagte: "Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft."

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Milan Mokros hat diesen Satz genauso ernst gemeint, wie er ihn sagte. Seine Zufriedenheit hatte ja auch ihren Grund. Im sogenannten Hessencup, ins Leben gerufen damit Frankfurts Löwen und Kassels Huskies ihre Derbys auch dann noch austragen können, wenn sie nicht in einer Liga spielen, hielten die Gastgeber aus der Hessenliga gegen die Gäste aus der Regionalliga fantastisch mit. Kassel war spielerisch mindestens ebenbürtig, ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen. "Leider haben wir ganz viele unserer Chancen einfach nicht nutzen können", ärgerte sich Stürmer Florian Böhm, der immer wieder unaufhaltsam durch die Frankfurter Reihen gestürmt war, ein Tor selbst schoss und eins vorbereitete.

Das ersehnte Duell: Huskies gegen Frankfurt

So stellte dann auch Mokros fest, dass der gravierendste Unterschied zwischen beiden Teams die Effektivität war: "Da hat sich gezeigt, dass Frankfurt eine Mannschaft mit viel mehr Erfahrung hat", sagt der Trainer, dessen wichtigstes Fazit nach der ersten ernsthaften Standortbestimmung trotzdem überaus erfreulich ausfiel: "Viele meiner Jungs haben gezeigt, dass sie auch in einer höheren Liga spielen können. Man darf nicht vergessen, dass einige, die da auf dem Eis standen, erst 18 Jahre alt sind." So diente die Derby-Niederlage am Ende sogar zum Mutmacher für das wohl entscheidenden Spiel um den Aufstieg gegen Mainz am 27. Februar. Die Huskies wissen nun, dass sie gerüstet sind - schließlich haben sie dem Spitzenreiter der Regionalliga Paroli geboten. Und wer weiß, vielleicht können sie im Rückspiel um den Hessencup in Frankfurt am 4. Februar noch mehr Selbstvertrauen tanken.

Von Frank Ziemke

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Quelle: HNA

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