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Huskies pochen nach Ravensburg-Pleite auf schnelle Wiedergutmachung

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Von: Pascal Spindler

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Kaum Zeit zum Durchatmen: Nach dem Spiel am Sonntag gegen Ravensburg geht es heute schon wieder gegen Bayreuth. Das Foto zeigt Husky Brett Cameron und Bayreuth-Schlussmann Timo Herden.
Kaum Zeit zum Durchatmen: Nach dem Spiel am Sonntag gegen Ravensburg geht es heute schon wieder gegen Bayreuth. Das Foto zeigt Husky Brett Cameron (rechts) und Bayreuth-Schlussmann Timo Herden. © Dieter Schachtschneider

1:5 verlieren die Kassel Huskies bei den Ravensburg Towerstars. Eine schwache Vorstellung, die die Huskies heute gegen Bayreuth schon wieder vergessen machen können.

Kassel – Zwei Minuten vor der Schlusssirene wurde es zwischen den Eishockey-Zweitligisten Ravensburg Towerstars und Kassel Huskies noch einmal richtig aufregend. Da nämlich fuhr Husky Jamie MacQueen Towerstars-Goalie Jonas Langmann einfach über den Haufen. Die Folge: Rudelbildung. Und mit Enrico Henriquez-Martinez und Brett Cameron gerieten dabei zwei Spieler aneinander, die sich gar nicht mehr einkriegen wollten.

Erst das Wortgefecht, dann die Schubserei, ehe beide ihre Handschuhe auszogen und sich einen Faustkampf lieferten. Ein paar Schläge links, ein paar Schläge rechts, dann war die Auseinandersetzung auch schon wieder vorbei und beide Spieler fuhren vom Eis. Hätten die Huskies in den 58 Minuten zuvor ähnlich viel Einsatz gezeigt wie Cameron in dieser Situation, sie hätten das Spiel am Sonntag in Ravensburg sicherlich nicht 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) verloren.

Huskies-Trainer Tim Kehler: „Es war wirklich sehr einfach, gegen uns zu gewinnen“

Die Huskies spielten schlecht, waren offensiv wie defensiv nicht auf der Höhe und leisteten sich im Spielaufbau teils haarsträubende Fehler, die die Gastgeber bereits im ersten Drittel durch Treffer von Sam Herr (1.) und Vincenz Mayer (16.) bestraften. „Es war wirklich sehr einfach, gegen uns zu gewinnen. Es gab viel zu wenig Engagement vor dem eigenen und dem gegnerischen Tor, die Passqualität war nicht gut. Es war ein sehr schlechtes Spiel von uns, ich bin total unzufrieden“, urteilte Huskies-Trainer Tim Kehler nach der Partie.

Im ersten Drittel hatte seine Mannschaft nahezu keine gefährliche Tormöglichkeit. Die Huskies konnten sich bei ihrem Schlussmann Jerry Kuhn bedanken, dass sie nach den ersten zwanzig Minuten nicht noch höher hinten lagen. Herr und Mayer ließen sich aber auch vom starken Kuhn nicht aufhalten, trafen jeweils noch ein weiteres Mal (34./50.) gegen den Kassel-Goalie, der von seinen Vorderleuten dabei stets im Stich gelassen wurde. Herr erzielte kurz vor Schluss sogar noch seinen dritten Treffer, schob die Scheibe ins leere Tor (59.). Die Huskies konnten zwischenzeitlich nur noch auf 1:4 verkürzen. Denis Shevyrin spitzelte den Puck mit der besten Kasseler Aktion des Spiels an Langmann vorbei ins Gastgeber-Gehäuse (53.).

Kassel Huskies: Nach Niederlage gegen Ravensburg steht direkt das nächste Spiel an

1:5 – eine enttäuschende Leistung. Doch wie ist dieser Auftritt zu erklären? Klar, während Ravensburg vier Tage Zeit zum Regenerieren hatte, standen die Huskies nach der Freitagspartie gegen Crimmitschau bereits 48 Stunden später erneut auf dem Eis. Dazu steckte eine lange Busfahrt in den Knochen. „Natürlich ist es anstrengend, aber das ist sicher kein Punkt, der Spiele entscheiden darf. Ich sehe darin keine Entschuldigung“, sagt Huskies-Angreifer Tim Lucca Krüger. Stattdessen gebe es eben manchmal so Tage, an denen einfach nichts klappen will, „Wir geraten früh in Rückstand, sind dann in einer Abwärtsspirale, gegen die wir uns nicht stemmen konnten. Eine bittere Geschichte, die wir schnell wieder vergessen machen müssen“, ist sich der 23-Jährige bewusst.

Immerhin: Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht. Bereits heute steht das nächste Spiel in Bayreuth an (20 Uhr). Eine Mannschaft, die im unteren Tabellendrittel festhängt. „Drei Niederlagen in Folge sind genug. Wir müssen jetzt eine Reaktion zeigen“, stellt Krüger klar.

Von Pascal Spindler

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