Blick in die Statistik

Huskies wollen beim SC Riessersee Fehler aus Tölz-Spiel vermeiden

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Unsanft gelandet: Husky Jens Meilleur ist ausgerutscht. Ein Sinnbild. Schließlich schrammten die Huskies beim 6:5 nach Penaltyschießen nur knapp an einer Niederlage gegen Bad Tölz vorbei. Im Hintergrund: Ex-Husky Philipp Schlager.

Kassel. Bayrische Tage für die Kassel Huskies: Dem knappen 6:5 nach Penaltyschießen gegen Bad Tölz folgt am Dienstag um 20 Uhr das schwere DEL2-Gastspiel beim SC Riessersee. Ein Überblick.

Es ist eine Suche, die ein Weilchen dauert. Nämlich die Antwort auf die Frage, wann die Huskies zuletzt etwas Zählbares gegen den SC Riessersee eingefahren haben. Der Blick in die Statistik der vergangenen Saison zeigt: Am 2. Dezember 2016 holten die Huskies beim Klub aus Garmisch-Partenkirchen zumindest einen Punkt, als sie 2:3 im Penaltyschießen unterlagen.

Der letzte Erfolg datiert gar aus der Saison 2015/16: Am 19. Februar 2016, also vor knapp zwei Jahren, siegten die Huskies in eigener Halle 6:3. Lang, lang ist das her. Der SCR ist also das, was Angstgegner genannt wird. Und bei besagtem Angstgegner müssen die Huskies auch heute wieder ran. Im Verfolgertreff des Zweiten gegen den Vierten im Olympia-Eissportzentrum.

Diesmal aber ist etwas anders. Denn die Kasseler sind schon einen Tag vor der Partie gen Süden aufgebrochen, haben die ermüdende achtstündige Busfahrt vorgezogen und vor Ort übernachtet. Möglich gemacht hat das Dominik Hübler, Gastronom in der Orangerie Kassel, Sponsor der Huskies – und gebürtiger Garmischer.

Beim Neujahrsempfang überraschte er mit dieser Nachricht die Mannschaft, die tags zuvor 1:5 gegen Freiburg verloren hatte: „Wir möchten helfen, dass für die Huskies der Knoten gegen den SC Riessersee endlich platzt und sie ihrem Angstgegner ausgeruht auf Augenhöhe begegnen können. Wir wollen einen positiven Impuls setzen.“

Statt Busfahrt steht für die Kasseler heute eine ähnliche Vorbereitung wie beim Heimspiel auf dem Plan: Frühstück, Training, Mittagspause und abends der Kampf um Punkte.

Das Motto ist auch klar: Beim Tabellenzweiten müssen die Kasseler einiges besser machen als am Sonntagabend. Da haperte es nicht nur bei Torwart Mirko Pantkowski, der seit der Junioren-WM überspielt und unkonzentriert wirkt. Eine Pause könnte dem 19-Jährigen sicher nicht schaden. Aber auch andere, erfahrene Kräfte tun sich derzeit schwer: Das routinierte Topquintett um Braden Pimm agiert oft zu kompliziert und reibt sich auch noch in Unterzahl auf, das Trio Ritter - Koziol - Kuchejda war in Frankfurt recht präsent, entfacht derzeit zumeist wie gegen die Tölzer kaum Torgefahr. Vor allem aber quälen sich die Huskies im eigenen Drittel, sind da in der Defensive als Fünferverbund selten kompakt und haben offensiv immens Probleme mit schnellem, zielstrebigem Aufbauspiel.

„Ja, wir tun uns schwer gegen die Kellerkinder“, räumt Rico Rossi ein. Schon 13 Punkte haben die Kasseler gegen das Quartett am Tabellenende - Bayreuth (3), Bad Tölz (4), Freiburg (3) und Weißwasser (3) - eingebüßt. Der Trainer verhehlt die Probleme nicht, sucht aber das Positive wie das Ende der Torflaute mit nunmehr 16 Treffern in drei Spielen. „Zum Glück stimmen jetzt die Ergebnisse und wir finden Wege, die Spiele zu gewinnen“, sagt Rossi. Und freut sich, dass sich derzeit die Tiefe im Kader auszahlt: „Wer gut spielt, der bekommt mehr Eiszeit“, erklärte er mit Blick auf die starke Leistung von Patrick Klöpper.

Quelle: HNA

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