Zusammenarbeit mit DEL-Team wird auf breitere Basis gestellt

Huskies kooperieren weiter mit Wolfsburg, Verteidiger kommt aus Leipzig

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Dauerhaft in Kassel: Valentin Busch.

Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt: Eishockey-Zweitligist Kassel wird auch in der kommenden Saison mit dem DEL-Team der Grizzlys Wolfsburg kooperieren.

Aktualisiert um 20.07 Uhr. „Dafür haben wir gemeinsam ein deutlich größeres Personalpaket geschnürt als zuvor“, erklärte Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs. Hintergründe und weitere Fakten

  • Kooperation 1: Nach der unerquicklichen Zusammenarbeit 2018/19, nicht zuletzt begründet in großem Verletzungspech, haben die Niedersachsen nun zehn (!) Förderlizenzspieler U 23 im Kader, von denen drei dauerhaft für die Nordhessen vorgesehen sind: Wie bisher Valentin Busch (21) sowie die weiteren Stürmer Eric Valentin (22) und Lois Spitzner (21), ein Chemnitzer, der bei den Eisbären Berlin ausgebildet wurde und drei komplette Oberliga-Spielzeiten in Duisburg und Herne (2) bestritten hat. Auch Verteidiger Maximilian Adam (21) sowie die Stürmer Steven Raabe (17) und Jan Nijenhuis (17) können in der DEL2 auftauchen. Möglich ist aber auch ihr Einsatz beim Wolfsburger Oberliga-Partner Saale Bulls Halle.
  • Kooperation 2: Die Zusammenarbeit ist aber keine Einbahnstraße. So erhalten die Kasseler Leon Hungerecker (21), Mark Ledlin (21) und Stephan Tramm (21) ein Zweitspielrecht für die Grizzlys.
  • Neuzugang: Wer ist denn das, Stephan Tramm? Ein neuer Abwehrspieler, dessen Verpflichtung ebenfalls gestern verkündet wurde. Der Hamburger wurde ausgebildet beim HSV, in Weißwasser und Berlin, die letzten drei Saisonen absolvierte er beim Oberligisten Leipzig. Dort war der Rechtsschütze nicht nur Stammspieler, sondern mit neun Toren und 28 Vorlagen sogar punktbester Verteidiger. Cheftrainer Tim Kehler beschreibt Neuzugang Tramm als technisch starken Spieler, „der das Potenzial hat, ein Top-Verteidiger in der DEL2 zu werden. Er wird sich gut in unsere erfahrene Defensive einfügen und sich bei uns weiter entwickeln.“
  • Abgänge: Angesichts von nunmehr nominal bereits sieben Verteidigern im Huskies- Kader ist davon auszugehen, dass Andy Reiss (32) nicht wieder nach Kassel kommen wird. Seine Rückkehr zu den Hannover Scorpions gilt als sicher. Auch Tim Lucca Krüger (21) wird nicht mehr im blau-weißen Trikot auflaufen. Das Kasseler Eigengewächs hat laut Aussage von Joe Gibbs ein Angebot der Huskies ausgeschlagen. Er hat bei Trainer Uli Egen in Duisburg (Oberliga) angeheuert. Kein Thema in Kassel sei dagegen Louis Trattner gewesen, der sich beim DEL-2-Rivalen Freiburg versuchen will.
  • Reaktionen: „Wir wollen den eingeschlagenen Weg mit Wolfsburg weitergehen und ausbauen“, sagt Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs. „Daher wünsche ich unserem Partner für die kommende Saison mehr Gesundheit als in der vorherigen Spielzeit.“ Sein Wolfsburger Pendant Karl-Heinz Fliegauf erklärte, dass alle Förderlizenzler das Sommerprogramm bzw. Teile der Saisonvorbereitung bei den Grizzlys absolvieren werden. Die ersten acht Einheiten im Fitnessstudio sowie in und vor der Eisarena haben bereits begonnen. „In Absprache werden wir dann im August entscheiden, welche Spieler leistungsmäßig in welcher Liga starten werden“, erläuterte Fliegauf.
  • Perspektiven: Aus der Sicht von Gibbs ist die Kasseler Planung „bei den jungen Leuten“ somit abgeschlossen. Offen seien jetzt noch ein Ausländerplatz in der Abwehr und die Komplettierung des Angriffs. Zudem stehe eine Vereinbarung mit einem neuen Oberliga-Kooperationspartner anstelle von Braunlage kurz vor dem Abschluss. Das Eistraining der Huskies soll am 12. August beginnen.

Quelle: HNA

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