Huskies: Tausch Carciola gegen Schlager - und ein Besuch im Krankenhaus

+
Huskies zu Besuch im Krankenhaus: Pechvogel Alex Heinrich (unten rechts) erhielt am Mittwoch Zuspruch von seinen Teamkollegen. Dabei waren (oben von rechts) Torhüter Markus Keller, Chefcoach Rico Rossi, Co-Trainer Hugo Boisvert sowie (unten von links) Phil Hungerecker und Corey Mapes.

Kassel. Bei den Huskies steht ein Spielertausch unmittelbar bevor. Derweil bekam Pechvogel Alex Heinrich nach seiner Verletzung Besuch im Krankenhaus.

Auf seiner Homepage vermeldete Liga-Konkurrent Ravensburg bereits, dass der Wechsel der Stürmer Adriano Caricola und Philipp Schlager perfekt sei.

Die Huskies dementierten dies zwar umgehend noch am späten Dienstagabend. Geschäftsführer Joe Gibbs bestätigte aber, dass es Verhandlungen zwischen den Vereinen gebe.

Adriano Carciola

Adriano, dessen Bruder Fabio wegen mangelnder Leistungen vom Spielbetrieb der Towerstars freigestellt wurde, wollte sich am Mittwoch nicht zum Thema äußern. Er befand sich aber bereits am Mittwochabend auf dem Weg nach Kassel.

Besuch im Krankenhaus

Ortswechsel in die Cafeteria des Kasseler Elisabeth-Krankenhauses. Auf den ersten Blick scheint es gar nicht so schlimm zu sein. Denn einen Gips trägt Alex Heinrich nicht. Nur ein Verband stabilisiert den rechten Knöchel. Doch der Eindruck täuscht. Denn das Sprunggelenk des Eishockey-Verteidigers hat es übel erwischt. „Ein doppelter Bruch des Knochens, außerdem ist das Syndesmoseband gerissen. Bei der Operation sind mir eine Platte und Schrauben eingesetzt worden“, erklärt Pechvogel Heinrich. Mit dem rechten Fuß war der Verteidiger kurz vor dem Ende des Trainings am Montagabend im Eis hängengeblieben und hatte sich das Gelenk verdreht. Schnell war klar: „Da ist was kaputt. Es hat ziemlich geschmerzt“, sagt Heinrich. 

Weil an Auftreten nicht mehr zu denken war, ging es mit dem Rettungswagen direkt ins Krankenhaus. Der Blick auf die Röntgenbilder offenbarte die Schwere der Verletzung. „Da war das letzte Fünkchen Hoffnung weg. Es war klar: Die Saison ist vorbei.“ Schon am Dienstag wurde Heinrich vom Chefarzt der Unfallchirugie und Orthopädie, Dr. Uwe Behrmann, operiert.

Sonntag in die Eishalle?

Zwölf Wochen Eishockey-Pause liegen vor dem offensivstarken Verteidiger. Auch wenn der 29-Jährige ruhig spricht, vieler Worte bedarf es nicht, um sein seelisches Befinden auszudrücken. „Einfach scheiße“, sagt er. „Natürlich gibt es nie einen guten Zeitpunkt für eine Verletzung. Aber es lief zuletzt richtig gut bei mir und es ist blöd, dass ich dem Team ausgerechnet in der heißen Phase nicht helfen kann. Aber über hätte, wenn und aber nachzudenken, hilft mir jetzt nicht. Als Profis wissen wir um das Berufsrisiko, sich zu verletzen“, erklärt Heinrich. 

Einen kleinen Trost gab es am Mittwoch immerhin schon: Das Trainergespann Rico Rossi und Hugo Boisvert sowie die Mitspieler Markus Keller, Phil Hungerecker und Corey Mapes besuchten Heinrich.

Und er hat nun ein Ziel: „Ich hoffe, dass ich schnell entlassen werde und am Sonntag zum Derby gegen Frankfurt in der Eishalle sein kann.“

Quelle: HNA

Kommentare