HNA-Kommentar

Die Kassel Huskies in der Krise: Unzufriedenheit der Fans ernst nehmen

Es läuft nicht bei den Kassel Huskies. Sechs der zehn Spiele in diesem Jahr haben die Kasseler verloren. Die Fans sind unzufrieden, das Team verunsichert. Ein Kommentar von HNA-Sportchef Frank Ziemke.

Er war in jeder Hinsicht ernüchternd, dieser Freitag beim Spiel gegen Ravensburg in Kassels Eishalle. Was dabei fast schlimmer wirkte, als der hilflose Auftritt der Mannschaft auf dem Eis und der Zorn der Fans auf dem Heuboden: die Leere in der Halle. Und die Stille. Weite Teile der Partie verfolgten die Zuschauer nahezu emotionslos. Diese Signale der Krise dürfen die Verantwortlichen der Huskies nicht ignorieren. Es läuft derzeit nicht rund auf dem Eis. Und es läuft nicht rund in der Huskies-Familie.

Die Ablehnung, die Trainer Rico Rossi aus Teilen der Fan-Szene entgegenschlägt, ist ja nichts Neues. Es musste schon ein Meistertitel her, um sie kurzzeitig verklingen zu lassen. Dabei kann Rossis Bilanz in drei Jahren DEL2 sich immer noch sehen lassen. Das Eishockey der Huskies war selten unansehnlich. Und schon gar nicht emotionslos.

Der Grad der Ablehnung war schwer nachvollziehbar. Jetzt, da Rossis Arbeit auch mangels Ergebnissen angreifbar wird, schlägt sie umso härter durch. Das ist das eine. Das andere ist: Rossi muss jetzt ganz schnell einen Weg finden. So wie am Wochenende kann es nicht weitergehen. Zu verunsichert wirkt sein Team, zu anfällig das taktische Konzept. Wer Sicherheit will, der soll besser doch erst einmal die Defensive stärken. Und so wie der Trainer muss auch das Management die Unzufriedenheit der Fans ernst nehmen, die sich neben dem Sport ja auch auf Missstände in der Halle bezieht.

Die derzeitige Stimmungslage rund um die Huskies macht jedenfalls niemandem Spaß.

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Quelle: HNA

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