Nach 4:2 klettert das Team auf Rang vier

Kassel Huskies siegen beim Spitzenreiter in Ravensburg

Gegen Dresden scheitert er noch, in Ravensburg trifft er zum wichtigen 2:0: Husky Nathan Burns (rechts, hier im Spiel gegen Dresden und dessen Schlussmann Nick Jordan Vieregge) war einer von vier Kasseler Torschützen gestern Abend.
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Gegen Dresden scheitert er noch, in Ravensburg trifft er zum wichtigen 2:0: Husky Nathan Burns (rechts, hier im Spiel gegen Dresden und dessen Schlussmann Nick Jordan Vieregge) war einer von vier Kasseler Torschützen gestern Abend.

Das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Kassel Huskies ist perfekt. Bei den bislang so starken Ravensburg Towerstars gewann die Mannschaft von Trainer Tim Kehler am Sonntagabend 4:2 (1:0, 3:0, 0:2).

Ravensburg/Kassel – Die Huskies schlossen damit zum bisherigen DEL2-Tabellenführer auf. Beide Eishockeyteams haben nach sechs Spielen nun elf Punkte.

Ohne Marco Müller, der gestern seinen 30. Geburtstag feierte, und ohne den leicht erkälteten und deshalb geschonten Matchwinner vom Freitag, Lukas Laub, begannen die Kasseler nach der 500 Kilometer langen Anreise. Für Laub rückte Oliver Granz wieder in den Sturm, Derek Dinger nach der Spielpause am Freitag diesmal in die Verteidigung.

Zwar gab Nathan Burns nach wenigen Sekunden den ersten Torschuss des Abends ab. Doch im ersten Drittel waren die Huskies vor allem in der Defensive gefordert und konnten sich bei ihrem starken Keeper Jerry Kuhn bedanken, der mehrfach glänzend reagierte: etwa, als Olivier Hinse ihn per Rückhand zu überwinden versuchte (6.). Als Maximilian Kolb frei am Torkreis vor Kuhn auftauchte (7.). Als Robin Just im zweiten Ravensburger Powerplay des Abends Maß nahm (12.).

Und die Huskies? Machten aus wenig viel. Denn mehr als Stefan Tramms Schuss von der Blauen Linie, der leichte Beute war für Schlussmann Niklas Treutle, gelang ihnen erst einmal nicht.

Bis dann in der 19. Minute mit Vincenz Mayer erstmals ein Ravensburger in die Kühlbox musste. Die Scheibe landete bei Moritz Müller am rechten Flügel, der sie zum 1:0 ins lange Eck schlenzte. Mit dieser durchaus schmeichelhaften Führung ging es in die erste Pause.

Doch mit Beginn des Mitteldrittels wendete sich das Blatt. Nicht nur, weil Ravensburg bis auf einen schwachen Abschluss von Robin Just (21.) nichts zustande brachte. Sondern eben auch, weil die Huskies nun nicht wiederzuerkennen waren. Sie waren bissiger, technisch überlegen und viel effektiver. Mit drei Toren innerhalb von nur elf Minuten stellten sie die Weichen auf Sieg.

Zunächst trug sich Nathan Burns in die Torschützenliste ein, seinen Schuss von der linken Seite lenkte allerdings Ex-Husky Sören Sturm unglücklich mit dem eigenen Schlittschuh ins Tor. Diesem 2:0 (26.) ließen die Kasseler vier Minuten später durch Corey Trivino mit dem zweiten Überzahltreffer das 3:0 (30.) folgen. Weitere sieben Minuten später landete die Scheibe zwei Meter vor der Blauen Linie bei Brett Cameron, dessen Distanzschuss im linken Winkel einschlug (37.). Beinahe hätte Stephan Tramm noch vor der zweiten Pausensirene auf 5:0 erhöht, doch seine abgefälschte Bogenlampe landete an der Latte des Ravensburger Tores (38.).

Im Schlussdrittel schließlich ließen die Huskies nichts mehr anbrennen. Auch wenn die Towerstars durch einen Doppelschlag von Andreas Driendl (46./52.) noch einmal herankamen. (Thorsten Kern und Michaela Streuff)

  • Schiedsrichter: Holzer/Singer.
  • Zuschauer: keine
  • Tore: 0:1 (18:08) Moritz Müller (Rutkowski, Breitkreuz - 5:4), 0:2 (25:09) Burns, 0:3 (29:46) Trivino (Marcel Müller, Cameron - 5:4), 0:4 (36:19) Cameron (Marcel Müller, Shevyrin), 1:4 (45:52) Driendl (Just, Zucker), 2:4 (51:01) Driendl (Bender, Sturm)
  • Strafminuten: Ravensburg 8, Kassel 18

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