Mit einer 4:7-Niederlage tiefer in die Krise

Huskies schenken bei den Dresdner Eislöwen eine Zwei-Tore-Führung her

Sein Tor war nur Ergebniskosmetik: Stefan Della Rovere. Foto: Fischer

Dresden. Nächster Tiefschlag für die Kassel Huskies in der DEL2: Bei den Dresdner Eislöwen verloren sie am Sonntag trotz Zwei-Tore-Führung mit 4:7 (2:1, 1:1, 1:5).

Die Gastgeber indes beenden mit dem Erfolg eine Serie von sechs Niederlagen am Stück.

Die Frage war ja, wie würden die Huskies auftreten nach dem teils desaströsen Auftritt gegen Ravensburg am Freitag. Die Antwort: Sie machten einiges besser – zu Beginn zumindest. Das fing beim Schlussmann an. Gegen Ravensburg verunsichert und nach vier Minuten vom Eis genommen, erwies sich Markus Keller diesmal als Rückhalt. Er war da, als er gebraucht wurde – etwa beim Doppelschlag von Timo Walther und Thomas Pielmeier (2.). Selbstvertrauen gab der gehaltene Penalty gegen Dresdens Goldhelm Alexander Höller (4.).

Auch seine Vorderleute agierten sicherer. Keine vier Minuten waren gespielt, als Evan McGrath vor dem Dresdner Tor querlegte und Neu-Stürmer Andy Reiss Marco Eisenhut zum 1:0 überlupfte. Dazu passte, dass die Huskies gleich im ersten Powerplay nachlegten. James Wisniewski besorgte das 2:0 (12.).

Abschütteln aber ließen sich die Hausherren nicht. Ebenfalls in Überzahl verkürzten sie auf 1:2. Thomas Pielmeier fälschte den Schuss für Keller unhaltbar ab (17.). Dann hatten die Huskies Pech, als Alex Heinrich nur den Pfosten traf (25.). Besser machten es Patrick Klöpper und Jens Meilleur, die quasi den Spielzug kopierten, der schon zum 1:0 geführt hatte. Diesmal legte Klöpper quer auf Meilleur, der die Scheibe zum 3:1 über die Linie drückte (30.). Doch die Huskies verpassten es, die Zwei-Tore-Führung zu behaupten. Nach einem Zwei-auf-Eins-Konter jener Art, den die Kasseler in den letzten Spielen zu oft zugelassen hatten, brachte Nick Huard die Dresdner nicht nur auf 3:2 heran (31.). Er leitete die Wende ein, die Keller mit Glanztaten gegen Höller und Pielmeier ins Schlussdrittel allerdings noch ins Schlussdrittel verschob.

Doch beim Doppelschlag der Eislöwen gleich zu Beginn des dritten Spielabschnitts war auch der Kasseler Keeper erneut machtlos. Zunächst verlor Meilleur die Scheibe in der neutralen Zone, sie fand den Weg zu Höller, der das 3:3 besorgte (42.). 43 Sekunden lagen die Huskies erstmals zurück. Kevin Maginot ging zu zögerlich gegen Rene Kramer zu Werke, der Verteidiger legte quer auf Rupprich – 3:4 (42.) aus Kasseler Sicht. Die Dresdner hatten nun das Momentum auf ihrer Seite.

Und bei den Huskies wiederholte sich die Geschichte: Scheibenverlust in der neutralen Zone, Martin Davidek startete durch – 3:5 (54.). Keine zwei Minuten später: Wieder lassen sich die Huskies auskontern, Huard und Davidek spielen Doppelpass – 3:6 (56.). Und wie Freitag geht Huskies-Trainer Rico Rossi Risiko. Auszeit. Torhüter raus. Drei Minuten vor dem Ende gehen die Huskies mit sechs Feldspielern aufs Eis. Treffen durch Stefan Della Rovere zum 4:6. Doch das ist nur Ergebniskosmetik, denn Tadas Kumeliauskas trifft das leere Tor.

Statistik - so haben die Huskies gespielt

Schiedsrichter: Apel/Hascher

Zuschauer: 2645

Tore: 0:1 (3:50) Reiss (McGrath, Rogl), 0:2 (11:40) Wisniewski (Pimm, Meilleur - 5:4), 1:2 (16:46) Pielmeier (Hanusch, Siddall), 1:3 (29:17) Meilleur (Klöpper), 2:3 (30:01) Huard (Höller, Davidek), 3:3 (41:09) Höller (Kramer, Huard), 4:3 (41:52) Rupprich (Kramer), 5:3 (53:33) Davidek, 6:3 (55:20) Davidek (Huard, Höller), 6:4 (58:01) Della Rovere (Wisniewski), 7:4 (59:58) Kumeliauskas (5:6)

Strafminuten: Dresden 6, Kassel 4

Besonderes Vorkommnis: Keller hält Penalty von Höller (3:46)

Kassel Huskies gegen Ravensburg Towerstars

Quelle: HNA

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