Offensive ist Trumpf

Eishockey-Oberliga: Huskies begeistern mit 41 Toren in vier Spielen

Die persönliche Statistik ist für ihn zweitrangig: Neuzugang Danny Albrecht hat einen erfolgreichen Einstand gefeiert. Foto: Fischer

Kassel. Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 41 Tore in den vier Spielen der Endrunde, allein 27 davon in den zwei Partien des Wochenendes.

Auch wenn die schwierigen Gegner mit Duisburg, Bad Nauheim und Frankfurt erst noch kommen – gegen die überragende Offensive der Kassel Huskies müssen auch die Topklubs der Eishockey-Oberliga West erst einmal eine Lösung finden. Das Prunkstück des Spitzenreiters glänzt in diesen ersten Tagen des Jahres 2013 mehr denn je. Gegen Gegner wie Krefeld am Freitag und Dortmund am Sonntag, die den Huskies in allen Belangen deutlich unterlegen waren, lässt Trainer Uli Egen seine Mannschaft auch deshalb das tun, was sie derzeit am liebsten macht: Toreschießen. „Schließlich kann auch die Tordifferenz am Ende über die Platzierung entscheiden“, begründet dies der Coach.

Lesen Sie auch

Ex-Husky Steve Themm weiter im Krankenhaus

Und so überrascht es nicht, dass der Torhunger seine Angreifer an die Spitze der Statistiken katapultiert hat. Mit Manuel Klinge, Michi Christ und Neuzugang Danny Albrecht haben gleich drei Huskies sechs Tore auf ihrem Konto verbucht.

Sichtlich zufrieden: Husky Kyle Doyle (rechts) traf gegen Dortmund doppelt. Mit im Bild: Sven Linda. Foto: Fischer

„Letztendlich zählen die drei Punkte für den Sieg. Entscheidend ist, dass die Mannschaft gewinnt, nicht meine persönliche Bilanz“, sagt Albrecht. Einzig Chris Stanley, Kapitän der Roten Teufel, hat einmal mehr getroffen. Seine Bilanz: Sieben Tore in vier Partien, allein drei davon im Heimspiel gegen Dortmund. Bei den Frankfurter Löwen aber, der bisher schwierigsten Aufgabe der Bad Nauheimer, traf er nicht.

Aktuell erfolgreichster Torjäger des Kasseler Erzrivalen Frankfurt ist Branislav Pohanka mit fünf Treffern, Patrick Schmid hat viermal getroffen, Norman Martens dreimal. Bei den Roten Teufeln kommt Eddy Rinke auf vier Treffer, Patrick Strauch auf drei.

Gut in der Breite

Bei den Huskies ist die Erfolgsquote in der Breite besser. Zum einen dank der beiden Kanadier Kyle Doyle und Brad Snetsinger. Beide haben in vier Partien fünfmal gejubelt, Snetsinger allein dreimal gegen Dortmund. Doyle allerdings will die bisherigen Tore nicht überbewerten. „Wenn du gegen Bad Nauheim triffst und 4:3 gewinnst, fühlst du dich gut. Aber wenn du beim 15:1 gegen einen deutlich schwächeren Gegner triffst, ist das Erfolgserlebnis nicht ganz so groß“, sagt der 31-Jährige. Zum anderen spricht für die Huskies, dass derzeit auch ihre Verteidiger verstärkt den Weg zum Tor suchen. Sven Valenti hat schon doppelt getroffen, Alex Heinrich dreifach. Nur wenig Gelegenheiten, sich auszuzeichnen hat ein anderer. Benjamin Finkenrath freut sich trotzdem über das Offensivspektakel. „Wenn ich gegen Duisburg, Bad Nauheim und Frankfurt auch so wenig zu tun bekomme, gebe ich der Mannschaft einen aus“, sagt der Huskies-Torwart.

Und Trainer Egens Wunsch lautet: „Ich hoffe, wir haben uns noch ein paar Tore aufgehoben für Bad Nauheim am Sonntag.“

Von Michala Streuff

Quelle: HNA

Kommentare